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Gemeinsame Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA) und des Arbeitskreises zur Weiterentwicklung der Lehre in der Zahnmedizin (AKWLZ)

05.08. - 09.08.2024, Freiburg, Schweiz

Steigerung diagnostischer Kompetenzen in der fetalen Sonographie: Evaluation eines praxisorientierten Ultraschall-Lehrprogramms für Medizinstudierende (FAME-Studie)

Meeting Abstract

  • presenting/speaker Julia Matschl - Universitätsklinikum Bonn, Klinik für Geburtshilfe und Pränatale Medizin, Bonn, Deutschland
  • Ruben Plöger - Universitätsklinikum Bonn, Klinik für Geburtshilfe und Pränatale Medizin, Bonn, Deutschland
  • Jorge Jimenez-Cruz - Universitätsklinikum Bonn, Klinik für Geburtshilfe und Pränatale Medizin, Bonn, Deutschland
  • Valentin Schäfer - Universitätsklinikum Bonn, Medizinische Klinik und Poliklinik III Klinik für Onkologie, Hämatologie, Rheumatologie und klinische Immunologie, Bonn, Deutschland
  • Brigitte Strizek - Universitätsklinikum Bonn, Klinik für Geburtshilfe und Pränatale Medizin, Bonn, Deutschland
  • Florian Recker - Universitätsklinikum Bonn, Klinik für Geburtshilfe und Pränatale Medizin, Bonn, Deutschland

Gemeinsame Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA) und des Arbeitskreises zur Weiterentwicklung der Lehre in der Zahnmedizin (AKWLZ). Freiburg, Schweiz, 05.-09.08.2024. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2024. DocP-4-06

doi: 10.3205/24gma178, urn:nbn:de:0183-24gma1781

Published: July 30, 2024

© 2024 Matschl et al.
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Fragestellung/Zielsetzung: Angesichts der zunehmenden Komplexität in der pränatalen Diagnostik ist die effektive Schulung in der fetalen Sonographie von entscheidender Bedeutung. Diese Studie befasste sich mit der Konzeption und Evaluation eines praxisorientierten Ultraschallkurses, der darauf abzielt, die Integration von theoretischem Wissen und praktischen Fertigkeiten in der fetalen Bildgebung zu verbessern.

Methoden: 20 Medizinstudierende im klinischen Studienabschnitt nahmen im Wintersemester 2023/24 an dem Kurs teil. Zur Bewertung der Kurseffektivität und der pränatalen Sonographiekenntnisse erfolgten OSCE-Prüfungen. Ebenfalls erfolgte eine Interrater-Analyse der, im Kurs erstellten, Sonogramme. Zusätzlich wurden Pre- und Post-OSCE-Ergebnisse, Resultate der „Pathway Exams“, „Image Rating“ und Feedback aus der „Post-Kurs Satisfaction-Survey“ analysiert.

Ergebnisse: Die Datenanalyse zeigte eine signifikante Verbesserung der praktischen Ultraschall-Fähigkeiten der Studierenden. Dies umfasste sowohl eine gesteigerte Kompetenz in der Bildakquisition als auch in der Bildinterpretation, wie durch die „Image Rating“-Bewertungen und OSCE-Ergebnisse verdeutlicht wurde.

Diskussion: Die Ergebnisse unterstreichen die Wirksamkeit des Kurses in der Steigerung praxisrelevanter Fähigkeiten in der fetalen Sonographie. Die Kombination aus theoretischem Unterricht und praktischen Übungen erwies sich als effektiv für die Verbesserung der diagnostischen Fähigkeiten der Studierenden. Die Studie liefert wichtige Erkenntnisse für die zukünftige Gestaltung medizinischer Ausbildungsprogramme, insbesondere im Hinblick auf die Integration praktischer Komponenten in die frühen Phasen der medizinischen Ausbildung.

Schlussfolgerungen: Die Studie belegt die Bedeutung eines praxisnahen Lehransatzes in der medizinischen Grundausbildung und dessen positiven Einfluss auf die Entwicklung fundierter diagnostischer Fähigkeiten und klinischer Kompetenz bei Medizinstudierenden in der fetalen Sonographie. Sie liefert einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung und Optimierung der Lehrmethoden in der medizinischen Bildgebung.