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Gemeinsame Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA) und des Arbeitskreises zur Weiterentwicklung der Lehre in der Zahnmedizin (AKWLZ)

05.08. - 09.08.2024, Freiburg, Schweiz

Digitalisierung für Health Professionals: Ergebnisse zu einem interprofessionellen Wahlmodul

Meeting Abstract

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  • presenting/speaker Britta Wulfhorst - MSH Medical School Hamburg, Fakultät Humanwissenschaften, Department Pädagogik, Hamburg, Deutschland
  • Jürgen Kupper - MSH Medical School Hamburg, Fakultät Humanwissenschaften, Department Pädagogik, Hamburg, Deutschland

Gemeinsame Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA) und des Arbeitskreises zur Weiterentwicklung der Lehre in der Zahnmedizin (AKWLZ). Freiburg, Schweiz, 05.-09.08.2024. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2024. DocV-26-06

doi: 10.3205/24gma109, urn:nbn:de:0183-24gma1092

Published: July 30, 2024

© 2024 Wulfhorst et al.
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Fragestellung/Zielsetzung: Dargestellt wird die Konzeption und Ergebnisse eines interprofessionellen Wahlmoduls zum Thema Digitalisierung im Gesundheitswesen.

Methoden: An dem Modul nahmen Studierende aus neun verschiedenen Studiengängen teil (Medizin, Rescue-Management, Medizinpädagogik, Psychologie, Soziale Arbeit, Physiotherapie, Advanced Nursing Practice und Frühförderung, Medical Controlling and Management). Über vier Durchläufe ab dem Wintersemester 2021/2022 hinweg nahmen die Studierenden an dem Wahlmodul im inverted classroom Format teil. Nach der Bearbeitung von asynchronen virtuellen Lerneinheiten sind synchrone Präsenzveranstaltungen zur vertieften Diskussion der Inhalte durchgeführt worden. Ein wesentlicher Aspekt des Moduls war die Ausrichtung auf praktische Anwendungen. Als Prüfungsleistung entwickelten die Studierenden in interprofessionellen Gruppen Geschäftsideen für eine digitale Gesundheitsanwendung. Das Modul wurde zu Beginn und zum Abschluss mithilfe eines Fragebogens evaluiert, mit dem der Inhalt, die Methoden und die interprofessionellen Kompetenzen durch die Studierenden bewertet wurden.

Ergebnisse: Die Daten aus diesen Bewertungen waren entscheidend für die Anpassung und Verbesserung des Moduls. Insbesondere führte das Feedback der Studierenden zu methodischen Änderungen, wie der Einführung der World Café-Methode, um während der Präsenzveranstaltungen mehr Interaktion zu fördern. Darüber hinaus wurden Inhaltsüberarbeitungen vorgenommen, um wesentliche Kompetenzen für die Präsentation einer Geschäftsidee anzubahnen. Insgesamt empfahl die Mehrheit der Studierenden das Modul ihren Kommilitonen und betonte dabei erhebliche Fortschritte sowohl in ihren fachspezifischen als auch in ihren interprofessionellen Kompetenzen.

Diskussion: Dieses Modul zeigt einen effektiven und anpassbaren Ansatz zur Anbahnung sowohl von Kompetenzen zur Digitalisierung im Gesundheitswesen als zur interprofessionellen Teamarbeit.


Literatur

1.
Kauff M, Bührmann T, Gölz F, Simon L, Lüers G, van Kampen S, Kraus de Camargo O, Snyman S, Wulfhorst B. Teaching interprofessional collaboration among future health professionals. Front Psychol. 2023;14:1185730. DOI: 10.3389/fpsyg.2023.1185730 External link
2.
Wulfhorst B. Herausforderungen und Besonderheiten hochschulischer Didaktik für gesundheits- und pflegewissenschaftliche Studiengänge. In: Bonse-Rohmann M, Burchardt H, Schulze K, Wulfhorst B, editors. Gesundheitsförderung im Studium: Konzepte und Kompetenzen für Gesundheits-und Pflegeberufe. Stuttgart: UTB; 2023. p.291-311.