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InStA – Interprofessionelle Stroke Ausbildungsstation. Ein Projekt zur Etablierung einer interprofessionellen Ausbildungsstation auf der Stroke Unit des UKJ
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| Published: | July 30, 2024 |
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Zielsetzung: Das Universitätsklinikum Jena hat auf seiner Stroke Unit ein wegweisendes interprofessionelles Ausbildungsprogramm mit InStA (Interprofessionelle Stroke-Ausbildungsstation) ins Leben gerufen, welches nicht nur die Entwicklung von interprofessionellen Kompetenzen in Medizin und Pflege nachhaltig fördert, sondern erstmalig auch drei therapeutische Professionen (Ergorherapie, Physiotherapie und Logopädie) miteinbezieht. Eine solche Konstellation ergibt sich aus der Leitlinie zur Behandlung von Stroke-Patienten, welche eine zwingend interprofessionelle Behandlung vorschreibt. Unser Ansatz erfüllt nicht nur die Zielvorgaben der neuen Approbationsordnung, sondern bietet auch die Gelegenheit, einen umfassenden Blick auf alle medizinischen Probleme der Patientinnen zu werfen, die ihren Alltag beeinträchtigen. Über die interprofessionelle Ausbildung hinaus, erhoffen wir uns eine Steigerung unserer Attraktivität als Arbeitgeber. Während wir aufgrund unseres PJ-Curriculums immer viele Bewerber verzeichnen, sehen wir uns im Bereich der Pflege und Therapie mit Besetzungsschwierigkeiten konfrontiert. Sollte dieser innovative Ansatz erfolgreich sein, könnten wir einen Erfolg im Bereich der Rekrutierung medizinischer Fachkräfte verbuchen.
Methoden: InStA umfasst die Betreuung von Patienten durch interprofessionelle Teams, die sich aus Medizinstudierenden, Pflegesauszubildenden und Therapeutinnen zusammensetzen (siehe Abbildung 1 [Abb. 1]). Ein wesentlicher Aspekt ist die Stärkung der professionellen Identität jedes Einzelnen. Hierbei geht es um eine klare Abgrenzung der eigenen Kompetenzen sowie um das Sichtbarmachen der Schnittstellen zwischen den verschiedenen Professionen. Ergänzend haben wir uns für spezialisierte Themenworkshops entschieden, wie etwa „Patientenmobilisation“ u.v.m. Diese Workshops sind so konzipiert, dass sie die unterschiedlichen Behandlungsperspektiven aller Disziplinen integrieren und ein ganzheitliches Lernerlebnis schaffen.
Besonders wichtig erschien uns eine frühe Einbeziehung der regionalen Bildungslandschaft. Dabei wurden die Fachhochschule, sowie die Berufsschulen mit einbezogen. Eine curriculare Abstimmung soll für die Nachhaltigkeit des Projektes sorgen. Das Projekt wird über den Innovations- und Strukturfond des Landes Thüringen gefördert.
Ergebnisse: Bereits die Projektplanung stärkte das Verständnis für die Rollen innerhalb des Teams [1]. Wir erhoffen uns diese Ergebnisse auch bei unseren Teilnehmern nachweisen zu können. Ebenfalls möchten wir die Behandlungsqualität, die Mitarbeiterzufriedenheit, als auch die Bewerberinnenzahlen im pflegerischen und therapeutischen Bereich positiv beeinflussen.
Diskussion/Take Home Message: Das Projekt verdeutlicht die Bedeutung von interprofessionellem Lernen (IPL) für die medizinische Ausbildung. Zukünftige Forschungen sollten sich nicht nur auf die langfristigen Auswirkungen von IPL auf die Gesundheitsversorgung konzentrieren, sondern diese auch hinsichtlich des Potenzials zur Mitarbeiterrekrutierung.

