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Versorgung der Depression in hausärztlichen Praxen – retrospektive Beobachtungsstudie im FoPraNet-BW
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| Published: | September 23, 2024 |
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Hintergrund: Für viele Patient:innen mit einer depressiven Episode ist die hausärztliche Praxis die erste Anlaufstelle. Häufig behandeln Hausärzte und Hausärztinnen diese Patient:innen ohne weitere Therapeut:innen. Vor diesem Versorgungshintergrund wurden unter anderem im Deutschen Ärzteblatt Qualität und Leitlinientreue der Versorgung der Depression in Hausarztpraxen diskutiert [1]. Die retrospektive Beobachtungsstudie (BEBOP) Depression liefert als ein Use Case des Forschungspraxennetzes Baden-Württemberg (FoPraNet-BW) krankheitsrelevante Versorgungs- und Dokumentationsdaten aus hausärztlichen Praxen. Die Studie wird von einer gemischt-methodischen Prozessevaluation begleitet.
Fragestellung: Wie stellt sich die Versorgungslage der Depression in Hausarztpraxen im FoPraNet-BW hinsichtlich dokumentierter Diagnosen, Diagnostik, Therapie und Therapiesicherheit dar?
Methoden: Retrospektive Studie mit pseudonymisierten Patient:innendaten aus dem Praxisverwaltungssystem der hausärztlichen Forschungspraxen. Nach partizipativer Studienentwicklung, IT-Entwicklung und –Implementierung sowie umfassenden Qualifizierungsmaßnahmen schließen die Forschungstandems der FoPraNet-BW-Forschungspraxen je zehn erwachsene Patient:innen mit diagnostizierter Depression (F32* und F33* nach ICD-10) zwischen dem 05.02.2024 und dem 29.04.2024 in die BEBOP Depression ein. Weitere Einschlusskriterien sind mindestens vier Konsultationen in der Hausarztpraxis aufgrund der Depression in den letzten zwei Jahren. Zusätzlich beantworten die Forschungstandems der Praxen in einem weiteren Online-Fragebogen Fragen nach praxisbezogenen aggregierten Versorgungsdaten zur Depression und zur Machbarkeit der Studie im Praxisalltag.
Die Daten werden deskriptiv anhand von Mittelwerten, Standardabweichungen und Häufigkeitsangaben dargestellt. Explorative multivariate Analysen zu fördernden und hindernden Faktoren der Einhaltung der Empfehlungen der Nationalen Versorgungsleitlinie Depression können die Deskription ergänzen.
Ergebnisse: Ergebnisse liegen im Sommer 2024 vor.
Diskussion: Bei der Interpretation der Ergebnisse kann diskutiert werden, welche Faktoren fördernd und welche einschränkend für die Belastbarkeit der Forschungsergebnisse und die Machbarkeit der Studie in der Hausarztpraxis sind.
Take Home Message für die Praxis: Reflexion der eigenen Versorgung depressiver Patient:innen vor dem Hintergrund der Ergebnisse und Überlegung, inwieweit ähnliche Beobachtungsstudien in der eigenen Praxis durchgeführt werden könnten.

