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58. Kongress für Allgemeinmedizin und Familienmedizin

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM)

26.09. - 28.09.2024, Würzburg

Versorgung der Depression in hausärztlichen Praxen – retrospektive Beobachtungsstudie im FoPraNet-BW

Meeting Abstract

  • presenting/speaker Claudia Salm - Universitätsklinikum Freiburg, Medizinische Fakultät, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Institut für Allgemeinmedizin, Freiburg, Deutschland
  • Karin Scheeser - Universitätsklinikum Freiburg, Medizinische Fakultät, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Institut für Allgemeinmedizin, Freiburg, Deutschland
  • Isabelle Hempler - Universitätsklinikum Freiburg, Medizinische Fakultät, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Institut für Allgemeinmedizin, Freiburg, Deutschland
  • Arthur Krauß - Hochschule Reutlingen, Reutlingen Research Institute, Reutlingen, Deutschland
  • Andreas Polanc - Universitätsklinikum Tübingen, Medizinische Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen, Institut für Allgemeinmedizin und Interprofessionelle Versorgung, Tübingen, Deutschland
  • Gudrun Hübner - Universitätsklinikum Ulm, Medizinische Fakultät der Universität Ulm, Institut für Allgemeinmedizin, Ulm, Deutschland
  • Frank Peters-Klimm - Universitätsklinikum Heidelberg, Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Medizinische Fakultät der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Heidelberg, Deutschland
  • Andy Maun - Universitätsklinikum Freiburg, Medizinische Fakultät, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Institut für Allgemeinmedizin, Freiburg, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin. 58. Kongress für Allgemeinmedizin und Familienmedizin. Würzburg, 26.-28.09.2024. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2024. DocSYM-04-04

doi: 10.3205/24degam307, urn:nbn:de:0183-24degam3078

Published: September 23, 2024

© 2024 Salm et al.
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Text

Hintergrund: Für viele Patient:innen mit einer depressiven Episode ist die hausärztliche Praxis die erste Anlaufstelle. Häufig behandeln Hausärzte und Hausärztinnen diese Patient:innen ohne weitere Therapeut:innen. Vor diesem Versorgungshintergrund wurden unter anderem im Deutschen Ärzteblatt Qualität und Leitlinientreue der Versorgung der Depression in Hausarztpraxen diskutiert [1]. Die retrospektive Beobachtungsstudie (BEBOP) Depression liefert als ein Use Case des Forschungspraxennetzes Baden-Württemberg (FoPraNet-BW) krankheitsrelevante Versorgungs- und Dokumentationsdaten aus hausärztlichen Praxen. Die Studie wird von einer gemischt-methodischen Prozessevaluation begleitet.

Fragestellung: Wie stellt sich die Versorgungslage der Depression in Hausarztpraxen im FoPraNet-BW hinsichtlich dokumentierter Diagnosen, Diagnostik, Therapie und Therapiesicherheit dar?

Methoden: Retrospektive Studie mit pseudonymisierten Patient:innendaten aus dem Praxisverwaltungssystem der hausärztlichen Forschungspraxen. Nach partizipativer Studienentwicklung, IT-Entwicklung und –Implementierung sowie umfassenden Qualifizierungsmaßnahmen schließen die Forschungstandems der FoPraNet-BW-Forschungspraxen je zehn erwachsene Patient:innen mit diagnostizierter Depression (F32* und F33* nach ICD-10) zwischen dem 05.02.2024 und dem 29.04.2024 in die BEBOP Depression ein. Weitere Einschlusskriterien sind mindestens vier Konsultationen in der Hausarztpraxis aufgrund der Depression in den letzten zwei Jahren. Zusätzlich beantworten die Forschungstandems der Praxen in einem weiteren Online-Fragebogen Fragen nach praxisbezogenen aggregierten Versorgungsdaten zur Depression und zur Machbarkeit der Studie im Praxisalltag.

Die Daten werden deskriptiv anhand von Mittelwerten, Standardabweichungen und Häufigkeitsangaben dargestellt. Explorative multivariate Analysen zu fördernden und hindernden Faktoren der Einhaltung der Empfehlungen der Nationalen Versorgungsleitlinie Depression können die Deskription ergänzen.

Ergebnisse: Ergebnisse liegen im Sommer 2024 vor.

Diskussion: Bei der Interpretation der Ergebnisse kann diskutiert werden, welche Faktoren fördernd und welche einschränkend für die Belastbarkeit der Forschungsergebnisse und die Machbarkeit der Studie in der Hausarztpraxis sind.

Take Home Message für die Praxis: Reflexion der eigenen Versorgung depressiver Patient:innen vor dem Hintergrund der Ergebnisse und Überlegung, inwieweit ähnliche Beobachtungsstudien in der eigenen Praxis durchgeführt werden könnten.


Literatur

1.
Trautman S, Beesdo-Baum K. The Treatment of Depression in Primary Care. A cross-sectional epidemiological study. Dtsch Arztebl Int. 2017;114:721-8. DOI: 10.3238/arztebl.2017.0721 External link