Article
Standortübergreifendes Seminarcurriculum zum Praktischen Jahr in der Allgemeinmedizin – Einblicke und erste Erfahrungen
Search Medline for
Authors
| Published: | September 23, 2024 |
|---|
Outline
Text
Hintergrund: Das allgemeinmedizinische Praktische Jahr (PJ) findet dezentral in überregionalen PJ-Hausarztpraxen mit unterschiedlichen Schwerpunkten der Betreuung und Supervision der Studierenden durch die Lehrärzt:innen statt. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, die Studierenden während ihres allgemeinmedizinischen PJ begleitend von Seiten der universitären Allgemeinmedizin zu führen und im Rahmen regelmäßiger Begleitseminare mögliche Kompetenzlücken zu schließen. Onlineseminare bieten hier eine niederschwellige Möglichkeit der Teilnahme auch für Studierende mit weitem Anfahrtsweg oder in Lehrpraxen anderer Fakultäten im Rahmen der PJ-Mobilität.
Die Abteilung für Allgemeinmedizin der Ruhr-Universität Bochum und das Institut für Allgemeinmedizin der Universität Duisburg-Essen führen seit Herbst 2023 die PJ-Begleitseminare gemeinsam durch. Die Studierenden beider Standorte (ca. 5–8 pro Tertial) erhalten alle zwei Wochen ein dreistündiges Online-Seminar zu Themen wie „Blickdiagnose Haut“, „Impfungen“ und „EKG-Training“. Dabei werden didaktische Konzepte wie „inverted classroom“, „fallorientiertes Lernen“ und Kleingruppenarbeit mit anschließender Ergebnispräsentation umgesetzt. Zusätzlich gibt es ein standortbezogenes Präsenzseminar, in dem die Studierenden an Simulationspatient:innen eine strukturierte körperliche sowie Wirbelsäulen- und Gelenkuntersuchung und die Abdomensonographie trainieren. Abgerundet wird das Ganze durch ein Online-Prüfungsvorbereitungsseminar.
Erste Evaluationsergebnisse belegen eine positive Resonanz auf das Angebot dieses gemeinsamen Begleitseminars.
Fragestellung: Wie kann ein standortübergreifendes PJ-Begleitseminar umgesetzt werden? Wie wird ein solches Seminar von PJ-Studierenden evaluiert?
Diskussionspunkt: Sind standortübergreifende PJ-Seminare eine ressourcensparende Möglichkeit, den PJ’ler:innen ein breites inhaltliches Angebot zu bieten? Erhöhen solche Angebote möglicherweise die Attraktivität des allgemeinmedizinischen PJs und damit die Wahrscheinlichkeit einer anschließenden Weiterbildung in der Allgemeinmedizin?
