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Partizipative Entwicklung von E-Learning-Angeboten mit Bezug zum Versorgungsalltag: Welche Anforderungen sind wichtig für die Implementierung?
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| Published: | September 23, 2024 |
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Hintergrund: Hausarztpraxen können als gesundheitskompetente Organisationen dazu beitragen, dass Bürgerinnen und Bürger an verlässliche Informationen gelangen und informierte Entscheidungen treffen können. Im Praxisalltag stoßen Hausärztinnen und -ärzte (HÄ) dabei jedoch auf viele Herausforderungen, z.B. in der Arzt-Patienten-Kommunikation. E-Learning-Angebote können HÄ unterstützen, indem sie zu aktuellen Themen informieren und Verbesserungen in Praxisabläufen anregen.
Fragestellung: Welche inhaltlichen, technischen und strukturellen Anforderungen müssen im Rahmen der partizipativen Entwicklung eines E-Learning-Angebotes berücksichtigt werden, damit HÄ im Berufsalltag möglichst effektiv durch die Intervention unterstützt werden?
Methoden: Im Vorfeld der Angebotsentwicklung wurden in qualitativen (n=14) und quantitativen Befragungen von HÄ (n=402; n=297) die Rahmenbedingungen in Hausarztpraxen, die Zielgruppe der HÄ sowie gesundheitskompetenzbezogene Herausforderungen im Praxisalltag analysiert. Ergänzend wurden Anforderungen aus dem ärztlichen Fortbildungssystem gescreent. Das inhaltliche Kurskonzept (n=5) und die relevanten technischen Funktionen (n=4) wurden in zwei Workshops besprochen. Der Umsetzungsentwurf wurde in qualitativen Interviews (n=10) diskutiert. Die anschließende prototypische Umsetzung wurde einer Nutzertestung unterzogen.
Ergebnisse: HÄ lassen sich weniger über das Konzept der Gesundheitskompetenz, sondern eher mit konkreten Herausforderungen ansprechen: 95,7% der HÄ müssen Falschinformationen aus dem Internet korrigieren, doch 44,5% finden den Umgang mit falsch vorinformierten Patientinnen und Patienten schwierig. Der Prototyp zeigt, wie E-Learning-Angebote HÄ beim Umgang mit aktuellen Themen unterstützen können, beispielweise, indem HÄ Falschinformationen aus dem Internet einordnen, verlässliche Informationen bereitstellen und Praxisabläufe verbessern können. Neben den inhaltlichen Aspekten sollten E-Learning-Angebote u.a. Unterbrechungsmöglichkeiten, abwechslungsreiche multimediale Interaktionsmöglichkeiten und Teilnahmezertifikate bieten sowie die automatische Verbuchung von CME-Punkten ermöglichen.
Diskussion: Die Erkenntnisse aus dem Zielgruppeneinbezug haben die Ausrichtung des E-Learning-Angebots zur Stärkung der organisationalen Gesundheitskompetenz anhand von Herausforderungen aus dem hausärztlichen Versorgungsalltag ermöglicht. Der Beitrag des digitalen Schulungsangebots soll in einer Evaluation überprüft werden.
Take Home Message für die Praxis: Durch eine partizipative Angebotsentwicklung können aktuelle Themen aus dem Berufsalltag anhand praxisnaher Situationen aufbereitet und reflektiert werden.
