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Hospitationen in den hausärztlichen Praxen im vorklinischen Studienabschnitt – Chancen für die Nachwuchsgewinnung oder Herausforderung für die Beteiligten
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| Published: | September 23, 2024 |
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Hintergrund: Nachwuchsgewinnung in der Allgemeinmedizin ist Gegenstand intensiver Diskussionen. Um den Nachwuchs zu sichern, wird u. a. die Stärkung der Allgemeinmedizin in der Ausbildung empfohlen mit dem Ziel, das Interesse von Medizinstudierenden an diesem Fachbereich bereits während des Studiums zu steigern. Möglichst frühe Praxis- und Patientenkontakte sollen die Nachwuchsakquise unterstützen.
Im Rahmen des longitudinalen Stranges Neigungsorientierung Allgemeinmedizin (NoA) wird den Mannheimer Studierenden im 2. Studienjahr ein vorklinisches Wahlfach mit dem Schwerpunkt Arzt-Patienten-Kommunikation angeboten. In der universitären Lehre werden Kommunikationsinhalte verknüpft mit dem medizinischen Grundwissen zu häufigen allgemeinmedizinischen Konsultationsanlässen vermittelt und anhand konkreter Patientenfälle praktisch geübt. Später sollen diese bei den hausärztlichen Praxishospitationen in realen Patientensituationen umgesetzt werden.
Die im Wintersemester 2023/2024 stattgefundenen Praxishospitationen wurden von den studentischen Wahlfachteilnehmer:innen und den betreuenden Lehrärzt:innen evaluiert.
Fragestellung: Die Evaluation soll untersuchen, wie ob die Studierenden gut auf den Patientenkontakt vorbereitet waren, ob die vorklinischen Praxishospitationen aus Sicht von Studierenden und Lehrärzt:innen sinnvoll sind und ob sie das Interesse der Studierenden an der hausärztlichen Tätigkeit beeinflussen.
Methoden: Die Befragungen der Studierenden und der Lehrärzt:innen erfolgte anonym mit selbstentwickelten Fragebögen. Mit den Studierenden wurde zudem ein Gruppengespräch geführt und in einem Ergebnisprotokoll erfasst.
Ergebnisse: Insgesamt wurden 27 Studierende und 20 Lehrärzt:innen zur Teilnahme an der Evaluation eingeladen. Auf der DEGAM-Tagung werden die Evaluationsergebnisse vorgestellt.
Diskussion: Wir werden diskutieren, ob die Studierenden aus ihrer Sicht und aus Sicht der Lehrärzt:innen auf den Patientenkontakt durch die universitäre Lehre gut vorbereitet waren, mit dem vorhandenen medizinischen Grundwissen während der Praxishospitationen gut zurechtkamen und die erworbenen kommunikativen Kompetenzen umsetzen konnten. Zudem werden wir auf die Rückmeldungen der beiden Zielgruppen im Hinblick auf die Stärkung des Interesses an der Allgemeinmedizin bei den Studierenden durch Praxishospitationen eingehen.
Take Home Message für die Praxis: Vorklinische Praxishospitationen könnten als Chance genutzt werden, den Studierenden einen realen Einblick in den hausärztlichen Alltag zu geben und sie im Sinne der Nachwuchsgewinnung für dieses Fach zu begeistern.
