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58. Kongress für Allgemeinmedizin und Familienmedizin

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM)

26.09. - 28.09.2024, Würzburg

SchlafCheck – Anwendbarkeit eines Monitoringgerätes von Schlafstörungen in der hausärztlichen Versorgung

Meeting Abstract

  • presenting/speaker Marianne Timper - Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Department für Versorgungsforschung, Abteilung Allgemeinmedizin, Oldenburg, Deutschland
  • Michael Freitag - Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Department für Versorgungsforschung, Abteilung Allgemeinmedizin, Oldenburg, Deutschland
  • Wiebke Pätzold - Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT, Deutschland
  • Insa Wolf - Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin. 58. Kongress für Allgemeinmedizin und Familienmedizin. Würzburg, 26.-28.09.2024. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2024. DocV-12-03

doi: 10.3205/24degam068, urn:nbn:de:0183-24degam0688

Published: September 23, 2024

© 2024 Timper et al.
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Text

Hintergrund: Ein- und Durchschlafstörungen mindern Lebensqualität und Leistungsfähigkeit und erhöhen die Risiken für Folgeerkrankungen. Mobile schlafmedizinische Monitoringgeräte könnten in der hausärztlichen Versorgung objektive Hinweise zu Schlafdauer und -muster bieten.

Fragestellung: Im Forschungsprojekt „SchlafCheck“ wird untersucht, wie die Implementierung eines Schlafanamnesebogens und einer mobilen Schlafdiagnostik in der hausärztlichen Versorgung durchführbar ist.

Methoden: Im Pilotprojekt „SchlafCheck“ wurde eine Feldstudie durchgeführt, um die Diagnostik von Ein- und Durchschlafstörungen in der hausärztlichen Sprechstunde auf ihre Anwendbarkeit zu evaluieren. Fünf Hausarztpraxen im Nordwesten Deutschlands wurden mit jeweils 20 Patientinnen und Patienten pro Praxis in die Studie einbezogen. Die Patientinnen und Patienten, die an der Studie teilnahmen, füllten im ersten Schritt einen standardisierten Anamnesebogen zum Schlafverhalten aus. Im zweiten Schritt erhielten sie, bei Auffälligkeiten oder bei generellem Interesse, die Möglichkeit das Monitoringgerät für eine nächtliche Messung im häuslichen Setting auszuprobieren. Die Schlafdaten wurden anschließend mit dem Hausarzt/der Hausärztin besprochen.

Ergebnisse: Die Datenerhebung sowie die anschließenden Interviews zur Anwendbarkeit des mobilen Monitoringgerätes in der Hausarztpraxis werden im Herbst 2024 abgeschlossen sein. Aktuell zeigen sich ein großes Interesse an dem Forschungsprojekt im Forschungspraxennetzwerk der Universität Oldenburg aber auch technische und organisatorische Hürden bei der Durchführung der Schlafdiagnostik.

Diskussion: Das Projektteam erhofft sich nach Beendigung der Feldstudie und der Analyse der EEG-Daten der mobilen Diagnostikgeräte eine Einschätzung zur Anwendbarkeit von technischen Monitoringgeräten für hausärztliches Team und deren Patient:innen.

Take Home Message für die Praxis: Einfach bedienbare mobile Monitoringgeräte zur selbstständigen Erfassung des Schlafverhaltens könnten Patient:innen und deren Hausärzten und Hausärztinnen eine Objektivierung von möglichen Ein- und Durchschlafstörungen bieten.