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50. Tagung der Bayerischen Urologenvereinigung und der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie

02.05. - 04.05.2024, München

Der Charlson-Deyo Komorbiditätsindex als neuer Tumorrezidiv-Prediktor bei nicht-muskelinvasivem Blasenkarzinom

Meeting Abstract

  • presenting/speaker Lukas Scheipner - Universitätsklinik Graz, Graz, Österreich
  • Hanna Zurl - Universitätsklinik Graz, Graz, Österreich
  • Julia V. Altziebler - Universitätsklinik Graz, Graz, Österreich
  • Georg Pichler - Universitätsklinik Graz, Graz, Österreich
  • Stephanie Schöpfer - Universitätsklinik Graz, Graz, Österreich
  • Samra Jasarevic - Universitätsklinik Graz, Graz, Österreich
  • Klara Pohl - Universitätsklinik Graz, Graz, Österreich
  • Karl Pemberger - Universitätsklinik Graz, Graz, Österreich
  • Georg Hutterer - Universitätsklinik Graz, Graz, Österreich
  • Uros Bele - Universitätsklinik Graz, Graz, Österreich
  • Conrad Leitsmannn - Universitätsklinik Graz, Graz, Österreich
  • Marianne Leitsmann
  • Herbert Augustin - Universitätsklinik Graz, Graz, Österreich
  • Richard Zigeuner - Universitätsklinik Graz, Graz, Österreich
  • Sascha Ahyai - Universitätsklinik Graz, Graz, Österreich
  • Johannes Mischinger - Universitätsklinik Graz, Graz, Österreich

Bayerische Urologenvereinigung. Österreichische Gesellschaft für Urologie und Andrologie. 50. Tagung der Bayerischen Urologenvereinigung und der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie. München, 02.-04.05.2024. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2024. Doc24urobay80

doi: 10.3205/24urobay80, urn:nbn:de:0183-24urobay809

Veröffentlicht: 26. April 2024

© 2024 Scheipner et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Bei vielen Tumorentitäten ist das Vorhandensein von Komorbiditäten mit einem erhöhten Rezidivrisiko assoziiert. Bis jetzt ist es jedoch unklar ob dies auch für nicht-muskelinvasive Blasentumorpatient:innen (NMIBT) gilt. Der Charlson-Deyo-Komorbiditätsindex (CKI) ist ein etabliertes Scoring System zur Beurteilung des Komorbiditäten-Ausmaßes. Wir untersuchten den Einfluss von CKI auf das Rezidivrisiko von NMIBT Patient:innen.

Methode: Wir identifizierten NMIBT Patient:innen (Ta, T1, TIS), bei denen zwischen 2010 und 2018 eine transurethrale Resektion der Blase (TURB) durchgeführt wurde. Kaplan-Meier-Kurven sowie uni- und multivariable Cox-Regressionsmodelle wurden verwendet, um Unterschiede des Rezidivrisikos zwischen geringer und hoher Komorbiditätsbelastung (CKI ≤ 4 vs. > 4) zu erfassen.

Ergebnisse: Insgesamt wurden 1.072 NMIBT Patient:innen identifiziert. Das mediane Follow-up der Studienpopulation betrug 55 Monate (IQR 29,6-79,0). Von allen 1.072 NMIBT Patient:innen hatten 423 (39%) eine geringe Komorbiditätsbelastung (CKI ≥ 4) und 649 (61%) eine hohe Komorbiditätsbelastung (CKI > 4). Insgesamt betrug das Rezidivrisiko nach 12 Monaten Follow-up 10% und nach 72 Monaten 22%. In den Gruppen mit geringer vs. hoher Komorbiditätsbelastung betrugen die Rückfallraten 6 vs. 12% nach 12 Monaten und 18 vs. 25% nach 72 Monaten Follow-up (p=0,02). In multivariablen Regressionsmodeln war eine hohe Komorbiditätsbelastung (CKI > 4) unabhängig mit einem höheren Rezidivrisiko assoziiert (HR 1,42, 95%-KI 1,06-1,92, p=0,018).

Schlussfolgerung: NMIBT Patient:innen leiden häufig unter Komorbiditäten. Unsere Daten legen nahe, dass Patient:innen mit einem höheren CKI ein erhöhtes Risiko für eine Rezidiv-Entstehung haben. Infolgedessen sollten Patient:innen mit hoher Komorbiditätsbelastung besonders ermutigt werden, sich an richtlinienkonforme Follow-up-Protokolle zu halten.