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9. Mitteldeutscher Wundkongress

22.03. - 23.03.2019, Magdeburg

Ergebnisse der Bundeskonsensuskonferenz zur Nutzenbewertung in der Behandlung chronischer Wunden – Rahmenbedingungen für die Vergabe von Selektivverträgen

Meeting Abstract

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  • Thomas Wild - Städtisches Klinikum Dessau

9. Mitteldeutscher Wundkongress. Magdeburg, 22.-23.03.2019. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; . Doc19mdw37

doi: 10.3205/19mdw37, urn:nbn:de:0183-19mdw375

Veröffentlicht:

©  Wild.
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Gliederung

Text

Das Messen des Erfolges der Wundbehandlung stellte in den letzten Jahren eine Hürde in der Bewertung der Bedeutung der Wundheilungsstörungen als auch deren Erstattungsfähigkeit dar. Klare Erkrankungen wie eine koronare Herzerkrankung oder ein definiertes Trauma lassen sich aufgrund der Standardisierung von Diagnostik und Behandlungsabläufen objektiv bewerten.

Bei Wunden sind stellen ein Symptom einer oder oft mehrerer Grunderkrankungen dar. Somit lassen sich klassische Nutzenbewertungen nicht erstellen.

Aus diesem Grund wurde 2013 eine Konsensusgruppe aus allen beteiligten Fachgesellschaften und Verba¨nden gegründet, um einheitliche Standards zur Dokumentation und Datenanalysen in der Versorgung von Patienten mit chronischen Wunden zu entwickeln.

Ziel war es über eine Literaturrecherche als auch über eine kontinuierliche Erarbeitung einer Möglichkeit der Messbarkeit der Behandlung und dessen Erfolg zu erzielen. Im ersten Schritt wurde dieses Projekt für das Ulcus cruris venosum durchgeführt. Zu dieser Wunde lagen aus Versorgungsforschung relevanten Studien die meisten Daten vor, die sowohl eine Unterversorgung als auch eine Überversorgung erkennen ließen.

Da die Behandlung von Patienten in mit chronischen Wunden in der Routineversorgung oft zu langwidrig (Ulcus cruris 541 Tage) und kostenintensiv ist, wurde das Ziel verfolgt eine Basis zu schaffen, um diese Versorgung zu optimieren, gegebenenfalls auch durch Selektivverträge abzusichern, wie dies bei anderen chronischen Erkrankungen bereits erfolgreich durchgeführt wird.

„Der vorliegende nationale Konsensus zur Klassifikation der Variablenausprägungen zur Dokumentation des Ulcus cruris dient der harmonisierten und strukturierten Erhebung der Wunderkrankung und dessen Verlauf in der Routineversorgung. Er soll die Versorgung chronischer Wunden über fachliche, professionelle sowie sektorale Hürden hinweg verbessern und dem Versorger, dem Patienten wie auch dem Kostenträger einen transparenten Behandlungsprozess ermöglichen.“ [1]

In dem Vortrag wird die bereits im Hautarzt [1] publizierte Thematik dargestellt und analysiert.


Literatur

1.
Heyer K, Herberger K, Protz K, Mayer A, Dissemond J, Debus S, AugustinM; Konsensusgruppe. Nationaler Konsensus zu Wunddokumentation beim Ulcus cruris. Teil 1: Routineversorgung - „Standard-Dataset“ und „Minimum-Dataset“. Der Hautarzt. 2017;68(9). DOI: 10.1007/s00105-017-4011-7 Externer Link