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9. Mitteldeutscher Wundkongress

22.03. - 23.03.2019, Magdeburg

Differenzialdiagnose des Ulcus cruris

Meeting Abstract

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  • Roland Aschoff - Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der Technischen Universität Dresden, Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Dresden

9. Mitteldeutscher Wundkongress. Magdeburg, 22.-23.03.2019. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; . Doc19mdw12

doi: 10.3205/19mdw12, urn:nbn:de:0183-19mdw121

Veröffentlicht:

©  Aschoff.
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Gliederung

Text

Das Ulcus cruris stellt mit 1% ein häufiges Krankheitsbild bei Erwachsenen in Mitteleuropa dar. Die Ursachen können vielfältig sein. Da sich hinter einem Ulcus cruris eine große ätiologische Vielfalt verbirgt, ist eine gründliche Diagnostik entscheidend, um eine optimale Therapie zu ermöglichen.

Die häufigste Ursache ist in 70–80% die chronisch venöse Insuffizienz, die sowohl die epifaszialen Venen als auch die tiefen Venen betrifft. Die Beteiligung der tiefen Venen deutet auch auf eine evtl. vorausgegangene tiefe Venenthrombose hin. Die zweithäufigste Ursache stellt mit etwa 4% die arterielle Verschlusskrankheit dar, wobei die Kombination aus venösen und arteriellen Erkrankungen in bis zu 10% der Patienten gesehen wird.

Häufig zeigt sich ein polyätiologisches Krankheitsbild und zahlreiche weitere Differenzialdiagnosen, welche zu einem Ulcus cruris führen können, sind zu beachten. Dazu gehören Vaskulitiden, neuropathische und hämatologische Erkrankungen, metabolische Störungen, Infektionen, Pyoderma gangraenosum, Ulcus cruris hypertonicum Matorell, Calcinosen und Necrobiosis lipoidica, um nur einige zu nennen. Auch die Möglichkeit eines primären oder sekundären Tumors als Ursache darf nicht übersehen werden.

In dem Vortrag wird auf die häufigen und seltenen Ursachen des Ulcus cruris eingegangen, um den differenzialdiagnostischen Blick zu schärfen.