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83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e. V.

16.05. - 20.05.2012, Mainz

Einfluss der Strahlentherapie auf die Zellen der kutanen Wundheilung in vitro

Meeting Abstract

  • corresponding author Frank Haubner - Universitätsklinik Regensburg, Regensburg
  • Elisabeth Ohmann - Universitätsklinik Regensburg, Regensburg
  • Fabian Pohl - Universitätsklinik Regensburg, Regensburg
  • Jürgen Strutz - Universitätsklinik Regensburg, Regensburg
  • Holger G. Gassner - Universitätsklinik Regensburg, Regensburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 83. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Mainz, 16.-20.05.2012. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2012. Doc12hnod236

doi: 10.3205/12hnod236, urn:nbn:de:0183-12hnod2366

Veröffentlicht: 4. April 2012

© 2012 Haubner et al.
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Gliederung

Text

Einleitung: Die Strahlentherapie nimmt eine wesentliche Rolle in der Behandlung von Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren ein. Wundheilungsstörungen in bestrahltem Gewebe stellen daher häufig eine klinische Herausforderung dar. Die zugrundeliegenden pathophysiologischen Veränderungen auf zellulärer Ebene sind bis heute nicht ausreichend verstanden.

Methoden: In einem Zellkulturmodell mit humanen mikrovaskulären Endothelzellen (HDMEC) und humanen Fibroblasten (NHF) wurden Bestrahlungsversuche mit einer Dosis zwischen 2 und 12 Gray vorgenommen. Proliferationsassays, Zellzahlmessungen sowie ELISAs zur Bestimmung von Zytokinen und Wachstumsfaktoren wurden durchgeführt und auf nicht bestrahlte Zellkulturen bezogen.

Ergebnisse: Es zeigte sich eine dosisabhängige Proliferationshemmung von NHF und HDMEC. Interleukin-6, vascular-endothelial-growth-factor und basic fibroblast-growth-factor waren nach einer Bestrahlung mit 12 Gray signifikant höher expremiert als in der Kontrollgruppe ohne Bestrahlung.

Schlussfolgerung: Die vorliegenden Daten ergeben Hinweise auf die komplexe Interaktion von Zytokinen und Wachstumsfaktoren nach erfolgter Bestrahlung. Das Verständnis dieser Prozesse in den Schlüsselzellen der kutanen Wundheilung stellt einen möglichen Ansatzpunkt für therapeutische Interventionen dar.