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Wen erreichen wir mit digitaler Prävention und Gesundheitsförderung? Und wie?
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| Veröffentlicht: | 6. September 2024 |
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Symposium-Vorsitz: Dr. Stefanie Helmer, Prof. Dr. Christiane Stock
????Einladende Organisation: Ressort Prävention und Gesundheitsförderung der DGSMP und Fachbereich Prävention und Gesundheitsförderung der DGPH
????Symposium-Vortragende: Prof. Dr. Christiane Stock, Ronja Dirscherl, Eva Wierzba, Prof. Dr. Kevin Dadaczynski, Henriette Hecht
Inhalt (inkl. Titel der Einzelbeiträge mit vortragender Person und Co-Autor:innen): Für digitale Programme und Angebote der Prävention und Gesundheitsförderung besteht die Herausforderung darin, unterschiedliche Dialoggruppen zu erreichen und sie effektiv zu einzubinden. Barrieren bestehen u. a. aus der digitalen Kluft, da die Zugänglichkeit besonders für ältere Menschen, Menschen mit niedrigem Einkommen oder aus ländlichen Gebieten eingeschränkt sein kann. Außerdem haben verschiedene Dialoggruppen unterschiedliche kulturelle Hintergründe, sodass digitale Angebote diese Vielfalt berücksichtigen und kultursensibel gestaltet sein sollten, um die Akzeptanz und Teilnahme zu fördern. Wissen über Barrieren der Zugänglichkeit sind relevant, um digitale Gesundheitsangebote attraktiv und ansprechend gestalten zu können und die langfristige Teilnahme zu fördern.
Das Symposium will anhand von Projekten aus Wissenschaft und Praxis thematisieren, wie digitale Angebote sowie die Kontexte und Prozesse ihrer Implementierung gestaltet sein müssen, damit digitale Prävention und Gesundheitsförderung einen großen Kreis von Nutzenden in ihrer Lebenswirklichkeit erreichen können. Dazu werden Evaluationsergebnisse von Nutzerinnen und Nutzern einer digitalen Prävention zur Alkoholprävention im Rahmen einer suchtpräventiven Kunstausstellung vorgestellt. Außerdem werden am praktischen Beispiel eines digitalen Elternprogramms verschiedene Möglichkeiten der Ansprache, Bereitstellung und Begleitung präsentiert. Ein weiterer Beitrag stellt vor, wie im Rahmen des Projekts „Reallabor AI4U“ unter Einbeziehung verschiedener Dialoggruppen ein digitales Training zur Förderung der psychischen Gesundheit und Resilienz bei Jugendlichen erprobt wurde. Das Training kann im Alltag auf dem Smartphone genutzt werden und bietet auf Person, Moment und Kontext zugeschnittene Übungen an. Die Weiterentwicklung einer bestehenden spielerischen Intervention zur Förderung der navigationalen Gesundheitskompetenz für ältere Menschen ist Gegenstand des nächsten Vortrags. Abschließend wird ein partizipatives, human-centered-design Konzept auf den Kontext der Lausitz projiziert, um einen Beteiligungsraum zu schaffen, in dem die Übertragbarkeit von digitalen Gesundheitsinnovationen für die Region geprüft werden kann.
Die gemeinsame Darstellung der Beiträge ermöglicht die Erörterung des komplexen Themas der Erreichbarkeit durch digitale Gesundheitsförderung und Prävention aus unterschiedlichen wissenschaftlichen, praxisnahen und prozessbegleitenden Sichtweisen und schafft die Grundlage für eine facettenreiche angewandte Diskussion zusammen mit interessierten Personen aus dem Plenum. Über die inhaltliche Diskussion der Beiträge hinaus sollen Synergien und Möglichkeiten zukünftiger Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen der DGSMP und der DGPH im Themenfeld ausgelotet werden.
- Christiane Stock, Robert Hrynyschyn, Patricia Lyk, Gunver Majgaard: Wer wird mit einem virtuellen Simulationsspiel zur Alkoholprävention als Teil einer präventiven Kunstausstellung erreicht? Ergebnisse aus quantitativer und qualitativer Evaluation
- Ronja Dirscherl, Silke Krabbe, Hans-Christian Rath: Digitale Elternprogramme – Möglichkeiten der Implementierung, Ansprache und Begleitung
- Eva Wierzba, Christian Rauschenberg, Anita Schick, Janik Fechtelpeter, Christian Götzl, Selina Hiller, Georgia Koppe, Daniel Durstewitz, Silvia Krumm, Ulrich Reininghaus: Reallabor AI4U zur personalisierten psychischen Gesundheitsförderung bei jungen Menschen - neue Zugangswege zu Dialoggruppen?
- Kevin Dadaczynski, Mareike Brockmann, Demian Frank, Katja Rießenberger, Florian Fischer: Weiterentwicklung der location-based game-Anwendung Nebolus an die Bedarfe älterer Menschen
- Henriette Hecht, Stephanie Hoffmann, Benjamin Bangert, Christopher Irrgang, Katharina Ladewig, Lea Martens, Martin Stabler, Jacob Spallek: Making digital health services in the real world: Ein partizipatives, human-centered-design-framework für eine erreichende Innovationsentwicklung am Beispiel der Lausitz
Die Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Die Autoren geben an, dass kein Ethikvotum erforderlich ist.
