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Digitale Innovationen in der Gesundheitsversorgung: Neue Ansätze, Herausforderungen und Chancen
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| Veröffentlicht: | 6. September 2024 |
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Vorsitz: Prof. Dr. Ulrich Reininghaus, Prof. Dr. Steffi Riedel-Heller
Vortragende: Katja Schladitz, Dr. Franziska Welzel, Prof. Dr. Kevin Dadaczynski, Julia Schulte-Strathaus und Jessica Gugel
Inhalt: Das Symposium präsentiert innovative Forschungsarbeiten, die die Rolle digitaler Technologien in der Transformation der Gesundheitsversorgung beleuchten. Expert:innen stellen ihre neuesten Erkenntnisse zur Evidenz, Akzeptanz und Implementierung digitaler Interventionen vor. Das Symposium setzt sich aus den folgenden Beiträgen zusammen:
- 1.
- Ein systematischer Überblick über Online-Interventionen für Adipositas-Betroffene mit depressiven Symptomen und was wir für die Entwicklung eines Online-Coaches lernen können
Schladitz K (vortragend) , Seibel A, Riedel-Heller SG, Löbner M.
Angesichts der hohen Prävalenz von komorbider Depression bei Adipositas gibt es einen Bedarf an niedrigschwelligen Versorgungsansätze für Menschen mit Übergewicht/Adipositas, welche auf die Verbesserung ihrer psychischen Gesundheit abzielen. Wir analysierten in einer systematischen Literaturreview, welche randomisiert-kontrollierte Trials (RCTs) zu internet- und mobilbasierte Interventionen es gibt, welche spezifisch auf die Verbesserung der psychischen Gesundheit für Erwachsene mit Übergewicht/Adipositas abzielen. Nach Ausschluss von Duplikaten wurden n=790 Ergebnisse in das Screening von Titel und Abstract einbezogen, n=26 Studien im Volltext gescreent und drei RCT-Studien, welche zwei verschiedene Interventionen untersuchen, im Review einbezogen. Im Vortrag werden die Ergebnisse vorgestellt. - 2.
- Testung einer digitalen Intervention für anhaltende Trauer im höheren Lebensalter: Ergebnisse des randomisiert-kontrollierten Trials AgE-health
Welzel FD (vortragend), Pabst A, Stein J, Riedel-Heller SG, Löbner M.
Anhaltende Trauer ist mit ungünstigen Effekten hinsichtlich Lebenszufriedenheit, Depressivität und Angst assoziiert. Im Zuge der AgE-health Studie wurde die Effektivität einer digitalen Intervention für anhaltende Trauersymptomatik, die auf kognitiv-verhaltenstherapeutischen Prinzipien basiert, im Rahmen einer randomisiert kontrollierten Studie mit aktiver Kontrollgruppe getestet. Ergebnisse der RCT-Studie werden vorgestellt. - 3.
- Digital health to the next level: Erfahrungen und Herausforderungen des Scaling-up am Beispiel von Nebolus
Dadaczynski K (vortragend), Brockmann M, Frank D
Nebolus ist eine gamifizierte Intervention zur Förderung der navigationalen Gesundheitkompetenz und ermöglicht Akteuren aus den Lebenswelten die Erstellung und Umsetzung gesundheitsbezogener Gesundheitsrallyes im Sozialraum. Im Rahmen des Vortrags werden Strategien, aber auch Herausforderungen vorgestellt, die mit dem Ziel der Erhöhung der Reichweite von Nebolus unternommen werden, so dass mehr Menschen von der Intervention profitieren können. - 4.
- Implementierung einer digitalen Intervention in die psychiatrische Routineversorgung in Europa – Phase 1 der IMMERSE Studie
Schulte-Strathaus JCC (vortragend), Gugel J, Schick A, Reininghaus U
Die IMMERSE-Studie (Implementing Mobile MEntal health Recording Strategy for Europe) zielt darauf ab, die Transformation der psychiatrischen Versorgung in Europa hin zu einer personenzentrierten Behandlung zu fördern. In der ersten Phase des Projekts wurde eine partizipative Feldstudie durchgeführt, in der Betroffene, deren Angehörige, Behandelnde, die potenziell mit der Intervention arbeiten oder diese nutzen würden, sowie Administrator:innen hinsichtlich ihrer Einstellungen, Sichtweisen und Präferenzen befragt wurden. Als Ergebnis konnten Bedürfnisse der verschiedenen Stakeholder sowie potenzielle Barrieren bei der Implementierung der Interventionen identifiziert werden. Die Ergebnisse der ersten Phase werden präsentiert. - 5.
- Implementierung einer digitalen Intervention in die psychiatrische Routineversorgung in Europa – Phase 2 der IMMERSE Studie
Gugel J (vortragend), Schulte-Strathaus J, Schick A, Reininghaus U
Basierend auf den Erkenntnissen der ersten Phase wurden eine digitale Intervention sowie Implementierungsstudien entwickelt, die in der zweiten Phase der IMMERSE-Studie in die Routineversorgung an verschiedenen Standorten in vier europäischen Ländern integriert werden. Die Ziele dieser Phase umfassen a) die Stärkung des Engagements und der Eigenverantwortung; b) die Förderung des Selbstmanagements und der Genesung; c) die Bereitstellung von Informationen und Zielorientierungen; sowie d) die Verbesserung der gemeinsamen Entscheidungsfindung. Phase zwei beinhaltet eine pragmatische, multizentrische, randomisierte, kontrollierte Parallelgruppenstudie (cRCT). In diesem Vortrag werden die Methodik, die Ziele und erste Ergebnisse präsentiert.
Die Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Die Autoren geben an, dass ein positives Ethikvotum vorliegt.
