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Entwicklung eines Index zur Identifizierung vulnerabler Räume am Beispiel hitzeassoziierter Erkrankungen
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| Veröffentlicht: | 6. September 2024 |
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Einleitung: Studien zeigen, dass die Häufigkeit und Dauer von Hitzewellen zukünftig zunehmen wird. Insbesondere ältere Menschen, aber auch Säuglinge oder Menschen mit Vorerkrankungen, gelten als besonders vulnerabel. Lokale Gegebenheiten wie die Bevölkerungsstruktur, Grün- und Blauflächen oder die Erreichbarkeit von Gesundheitseinrichtungen haben indirekt Einfluss auf die Vulnerabilität. Ein Index kann dazu dienen, anhand ausgewählter Indikatoren die Vulnerabilität eines Raumes gegenüber klimatischen Einflüssen zu quantifizieren. Ziel ist die Vorstellung eines Vulnerabilitätsindex zur Identifizierung vulnerabler Räume am Beispiel hitzeassoziierter Erkrankungen.
Methoden: Diese Studie ist Bestandteil des Innovationsfonds Projekts HIRGEV – hitzeresiliente Gesundheitsversorgung: Integrierte Daten für die Versorgungspraxis und -planung für aktuelle und zukünftige Generationen. Auf Grundlage des Vulnerabilitätskonzepts des Umweltbundesamts [1] werden dem Index dreiDomänen zugrunde gelegt. Literaturbasiert werden diesen Einzelindikatoren zugeordnet. Die Gewichtung der Indikatoren und der Domänen wird auf Grundlage von Faktoren- und Regressionsanalysen iterativ abgeleitet. Darüber hinaus wird parallel ein narrativer Ansatz zur Bedeutung der Indikatoren betrachtet. Abschließend wird eine hitzeassoziierte Vulnerabilitätsanalyse mit ausgewählten Outcomes zu Morbidität, Mortalität und Notfalleinlieferungen durchgeführt.
Ergebnisse: Die folgenden Domänen werden berücksichtigt: Räumliches Vorkommen, Sensitivität und Anpassungskapazität. Das Räumliche Vorkommen beschreibt die Untersuchungsregion beispielsweise anhand von Blau- und Grünflächen, Siedlungsstruktur und Gesundheitsinfrastruktur. Die Sensitivität beinhaltet Indikatoren der Bevölkerung (z.B. Alter und Komorbiditäten), wohingegen die Anpassungskapazität dahingehend definiert wird, wie sich die Region durch zusätzliche Maßnahmen vor klimatischen Einflüssen schützen kann (z.B. Vorhandensein von Hitzeaktionsplänen). Erste Ergebnisse des sich in Entwicklung befindlichen Index werden präsentiert.
???Schlussfolgerung: Vor dem Hintergrund klimatischer Veränderungen und den zu erwartenden höheren thermischen Belastungen besteht ein hoher Handlungsbedarf an regionsspezifischen Anpassungsmaßnahmen. Mittels eines hitzeassoziierten Vulnerabilitätsindex können besonders vulnerable Räume identifiziert werden, um darauf basierend spezifische Maßnahmen der Anpassung zu implementieren.
Die Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Die Autoren geben an, dass kein Ethikvotum erforderlich ist.
