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Gesundheit – gemeinsam. Kooperationstagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS), Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi), Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS) und der Deutschen Gesellschaft für Public Health (DGPH)

08.09. - 13.09.2024, Dresden

Erwerbsteilhabe, Gesundheit und Biografie: Eine Auswertung qualitativer Daten der sächsischen Längsschnittstudie – erste Ergebnisse

Meeting Abstract

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  • Daniel Reimann - Hochschule Zittau / Görlitz, Görlitz, Germany

Gesundheit – gemeinsam. Kooperationstagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS), Deutschen Gesellschaft für Sozialmedizin und Prävention (DGSMP), Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi), Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS) und der Deutschen Gesellschaft für Public Health (DGPH). Dresden, 08.-13.09.2024. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2024. DocAbstr. 651

doi: 10.3205/24gmds382, urn:nbn:de:0183-24gmds3820

Veröffentlicht: 6. September 2024

© 2024 Reimann.
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Gliederung

Text

Hintergrund: Menschen in Deutschland sollen dem Arbeitsmarkt möglichst lang und gesund zur Verfügung stehen, um einen Beitrag zur Volkswirtschaft zu leisten. Damit verbunden ist ein möglichst später Eintritt in die Rente, um so lang wie möglich am Erwerbsleben teilzuhaben. Vielfältige Beiträge in den letzten Jahrzehnten untersuchten verschiedenste Zusammenhänge dieses Themas [1], [2]. Die sächsische Längsschnittstudie (SLS) [3] untersucht seit 34 Jahren eine ostdeutsche Kohorte. Eine zentrale Fragestellung ist in jüngster Zeit ist, ob sich verschiedene Typen in der Vorbereitung auf den Erwerbsaustritt und Erwartungen zum Erwerbsaustritt erkennen lassen und ob diese durch einen sozialen Gradienten; Gesundheit oder/und durch Aspekte der Erwerbsbiografie zu differenzieren sind. Verwertungszusammenhang der Fragestellung ist, wie die Menschen sich auf die Zukunft vor dem Hintergrund ihrer Erwerbs- Bildungs- und Gesundheitsbiografie vorbereiten.

Methode: Im Rahmen der 34. Welle wurden 25 narrative Interviews mit Teilnehmenden zu Themen der Erwerbsbiografie, aktuellen Erwerbssituation, der Rente und Vorstellungen zur Rente sowie Gesundheit geführt. Alle Teilnehmenden wurden aus dem Pool der SLS rekrutiert. Die Daten werden inhaltsanalytisch und fallanalytisch ausgewertet. Anschließend werden aus den empirischen Daten Typen gebildet [4].

Ergebnisse: Es zeichnen sich verschiedene Typen in der Absicht zum Renteneintritt einerseits und Eigenschaften der Erwerbs- und Bildungsbiografie sowie Arbeitsplatzsituation und Gesundheit andererseits ab. Im Kern zeigt sich ein sozialer Gradient in der Vorbereitung auf den Ruhestand als auch den Absichten in den Ruhestand einzutreten.

Die Autoren geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Die Autoren geben an, dass kein Ethikvotum erforderlich ist.


Literatur

1.
Garthe N, Hasselhorn HM. Wollen und können ältere Beschäftigte länger erwerbstätig bleiben, wenn sich ihre Arbeit verbessert? Zbl Arbeitsmed. 2023;73(2):49–63.
2.
Hess M. Erwartetes und gewünschtes Renteneintrittsalter in Deutschland. Z Gerontol Geriatr. 2018;51(1):98–104.
3.
Berth H, Brähler E, Zenger M, Stöbel-Richter Y, editors. 30 Jahre ostdeutsche Transformation: Sozialwissenschaftliche Ergebnisse und Perspektiven der Sächsischen Längsschnittstudie. Originalausgabe. Gießen: Psychosozial-Verlag; 2019. (Forschung Psychosozial).
4.
Kuckartz U. Typenbildung und typenbildende Inhaltsanalyse in der empirischen Sozialforschung. In: Schnell MW, Schulz C, Kuckartz U, editors. Junge Menschen sprechen mit sterbenden Menschen: Eine Typologie. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden; 2016. (Palliative Care und Forschung). p. 31–53.