gms | German Medical Science

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

14.09. - 16.09.2023, Osnabrück

Boden schaffen für virtuelle Welten – praktische Tipps zur Implementierung von Virtual Reality (VR)-basierter Lehre in den curricularen Unterricht

Meeting Abstract

  • presenting/speaker Anna Junga - Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Institut für Ausbildung und Studienangelegenheiten, Münster, Deutschland; Stiftungsklinikum PROSELIS, Klinik für Urologie, Recklinghausen, Deutschland
  • presenting/speaker Tobias Mühling - Universität Würzburg, Institut für Medizinische Lehre und Ausbildungsforschung, Würzburg, Deutschland
  • Henriette Schulze - Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Institut für Ausbildung und Studienangelegenheiten, Münster, Deutschland
  • Ole Hätscher - Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Institut für Ausbildung und Studienangelegenheiten, Münster, Deutschland
  • Sarah König - Universität Würzburg, Institut für Medizinische Lehre und Ausbildungsforschung, Würzburg, Deutschland
  • Bernhard Marschall - Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Institut für Ausbildung und Studienangelegenheiten, Münster, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Osnabrück, 14.-16.09.2023. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2023. DocWS-21-01

doi: 10.3205/23gma303, urn:nbn:de:0183-23gma3039

Veröffentlicht: 11. September 2023

© 2023 Junga et al.
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Gliederung

Text

Lernziel: Die Teilnehmenden können nach Abschluss des Workshops:

  • das Prinzip von VR-Technologie erklären und die wichtigsten relevanten Begriffe wiedergeben
  • die bisherige Evidenz für die Nutzung von VR basierten Lehrmethoden in der Medizinlehre auf wissenschaftlicher Basis interpretieren
  • Chancen und Limitationen VR basierter Lehrmethoden reflektieren
  • bauliche und strukturelle Voraussetzungen für die Einrichtung von VR-Lernräumen nennen und diese auf die eigenen Räumlichkeiten anwenden
  • die gezeigten Anwendungsbeispiele aus der Praxis hinsichtlich des Reifegrads und des Handlungsspielraums beurteilen

Ablauf der Veranstaltung mit Zeitplan: Neue Technologien wie Augmented oder Virtual Reality (VR) ermöglichen eine realitätsnahe Auseinandersetzung mit medizinischen Lerninhalten und werden als zukunftsträchtige Lehrformate gehandelt. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, sieht auch der Nationale Kompetenzbasierte Lernzielkatalog NKLM die Integration und den reflektiven Umgang mit VR-Szenarien in der medizinischen Ausbildung als Lernziel vor.

In diesem Workshop sollen Lehrende ohne oder mit nur geringer Vorerfahrung die Voraussetzungen, Einsatzmöglichkeiten sowie das didaktische Potential bei der Nutzung von Virtual Reality kennenlernen. Die Teilnehmenden erhalten dazu im ersten Impulsvortrag eine Einführung in die Technologie und deren Potentiale, sowie eine Bestandsaufnahme der aktuellen Nutzungspraktiken in der deutschsprachigen Medizinlehre. In der Folge erarbeiten die Teilnehmenden selbst während zwei Gruppenphasen Einsatzmöglichkeiten und Limitationen von VR-Lernprogrammen, sowie bauliche und strukturelle Voraussetzungen für die Einrichtung von VR-Lernräumen. Ein zweiter Kurzvortrag informiert über die bis dato verfügbare Evidenz zu Akzeptanz, möglichen Nebenwirkungen sowie zu erwartenden Lerneffekten. Die Ergebnisse werden mit Erfahrung aus der Praxis ergänzt.

Danach soll die Möglichkeit gegeben werden, die gelernten Inhalte an Beispielen aus der curricularen Praxis nachzuvollziehen. Dazu stehen die „Virtuelle Hirntoddiagnostik“ sowie die „Dermatologische Hautkrebsuntersuchung“ als Beispiele eines etablierten und eines neu entwickelten Projektes der Medizinischen Fakultät Münster zum Ausprobieren bereit. Auch in dem am Universitätsklinikum Würzburg verorteten Programm STEP-VR (Simulation-based Training of Emergencies for Physicians using Virtual Reality), können die Teilnehmer die Behandlung von kritisch Erkrankten in einer VR-basierten Notaufnahmeumgebung erfahren. Das Besondere dieser Software ist die Live-Berechnung der Veränderung pathophysiologischer Parameter über den Zeitverlauf und nach Therapiemaßnahmen.

Eine gemeinsame Feedbackrunde schließt den Workshop ab.

Zeitplan: Siehe Tabelle 1 [Tab. 1]

Zielgruppe: Zielgruppe sind alle Lehrenden mit Interesse an VR-basierten Lehr-/Lernszenarien mit und ohne Vorerfahrung.

Vorbereitung: Im Vorfeld erhalten die Teilnehmenden einen Podcast, um sich das Grundwissen zur VR-Hardware anzueignen.

Das Tragen von Brillen ist in der Regel kein Problem, „etwas komfortabler“ ist meist die Nutzung von Kontaktlinsen. Für das Anlegen der VR Brillen eignen sich am besten am Kopf anliegende Frisuren, offene Haare oder flache Flechtfrisuren.