gms | German Medical Science

34. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen (DOC)

23.06. - 25.06.2022, Nürnberg

Der akute retinale Zentralarterienverschluss – Zeitfenster für die Therapie und Biomarker

Meeting Abstract

Suche in Medline nach

  • Daniel Wenzel - Universitätsklinikum Tübingen, Augenklinik, Tübingen

34. Internationaler Kongress der Deutschen Ophthalmochirurgen. Nürnberg, 23.-25.06.2022. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2022. DocSA 2.19

doi: 10.3205/22doc017, urn:nbn:de:0183-22doc0178

Veröffentlicht: 3. Juni 2022

© 2022 Wenzel.
Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung). Lizenz-Angaben siehe http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/.


Gliederung

Text

Die erfolgreiche Therapie des akuten retinalen Zentralarterienverschlusses stellt für Betroffene wie auch für Behandler bis heute eine scheinbar unüberwindbare Hürde dar, die Visusprognose ist entsprechend meist schlecht. Für jeglichen Therapieansatz besteht aufgrund der begrenzten retinalen Ischämietoleranz ein außerordentlicher Zeitdruck. Neuere Studien zur intravenösen Thrombolyse innerhalb von 4,5 Stunden nach Symptombeginn haben zuletzt große Erwartungen geweckt. Ergebnisse prospektiver randomisierter Studien werden in den nächsten Jahren erwartet.

Dieser Vortrag stellt die aktuelle Studienlage zum Akut-Management des retinalen Zentralarterienverschluss vor. Ein besonderes Augenmerk soll auf die korrekte Indikationsstellung einer intravenösen Thrombolyse bei dieser Notfalldiagnose gelegt werden. Weitergehend sollen diagnostische Möglichkeiten und der Einsatz ischämischer Biomarker, welche im Rahmen eines Notfallalgorithmus zur Triagierung von Patienten genutzt werden können, vorgestellt und die Relevanz einer kardio-/neurovaskulären Abklärung erläutert werden.