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iStent inject beim phaken Offenwinkelglaukom (K)
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Veröffentlicht: | 9. Juni 2015 |
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Zielsetzung: Das Ziel der vorliegenden Studie war die Beurteilung der drucksenkenden Wirkung des iStent injects in der Anwendung beim phaken Offenwinkelglaukom.
Methode: In diese Studie wurden 32 konsekutive, phake Patienten mit Offenwinkelglaukom eingeschlossen (primär chronisches Offenwinkelglaukom (PCOWG) N = 17; Pseudoexfoliationsglaukom (PEX) N = 15). Bei allen Patienten erfolgte eine iStent inject Implantation ohne zeitgleiche Katarakt-Operation. Der Augeninnendruck (IOD) und die Anzahl der antiglaukomatösen Medikation vor der Operation und 1 Tag, 6 Wochen, 3 und 6 Monate nach der Operation wurden untersucht.
Ergebnis: Es zeigte sich eine signifikante IOD-Reduktion von 33% auf 14,19 mmHg ± 1,38 für das PCOWG (p<0,001) und von 35% auf 15,33 mmHg ± 1,07 für das PEX-Glaukom (p<0,001) 6 Monaten nach der Operation. Die Anzahl der antiglaukomatösen Medikation konnte von 2,19 ± 0,91 auf 0,88 ± 0,62 für das PCOWG (p<0,001) und von 2,33 ± 1,23 auf 1,04 ± 0,30 für das PEX-Glaukom (p<0,001) 6 Monate postoperativ reduziert werden.
Schlussfolgerung: Die Implantation des iStent injects bietet beim phaken Offenwinkelglaukom über einen Nachbeobachtungszeitraum von 6 Monaten die Möglichkeit, den IOD signifikant zu senken und die Anzahl der antiglaukomatösen Medikation zu reduzieren.