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Laser in situ Keratomileusis (LASIK) zur Korrektur postkeratoplastischer Ametropien
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Veröffentlicht: | 9. Juli 2009 |
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Zielsetzung: Nach gut eingeheiltem Transplantat bei perforierender Keratoplastik (pKP) mindern Brechungsfehler häufig einen optimalen Visus. Eine Korrekturmöglichkeit dieser Brechungsfehler bietet die LASIK. Ziel dieser retrospektiven Arbeit war es, die langfristige Effektivität und Sicherheit der LASIK in der Korrektur von Brechungsfehlern nach pKP zu untersuchen.
Methode: 119 konsekutive Augen von 107 Patienten gingen in die Studie ein. Dabei wurden 7 Augen einzeitig (one-step) und 112 zweizeitig (two-step, d.h. stromaler Abtrag ca. 4–6 Wochen nach der lamellären Keratotomie) operiert. Der Nachbeobachtungszeitraum betrug im Mittel 21 Monate (1 Tag–115 Monate).
Ergebnis: Durch die Behandlung konnte die Sphäre der hyperopen Augen von dem präoperativen Medianwert +1,75 D (+8,25 bis +0,25) auf +0,50 D (+5,50 bis -0,75), die Sphäre der myopen Augen von -2,00 D (-8,00 bis ±0,00) auf postoperativ ±0,00 D (8,00 bis +2,00) und der Zylinder von präoperativ -6,00 D (-13,00 bis -1,00) auf -1,5 D (-8,80 bis ±0,00) korrigiert werden. Die Refraktion war bereits frühzeitig stabil. Bei den zweizeitig operierten Augen zeigte sich nach dem Schnitt eine signifikante Veränderung der myopen Sphäre und des Zylinders, nicht jedoch der hyperopen Sphäre. Schwere Komplikationen und schwerwiegende Visusverluste traten nicht auf.
Schlussfolgerung: Die LASIK ist daher eine sichere und effektive Methode, um Brechungsfehler nach einer Keratoplastik zu korrigieren. Da die transplantierte Hornhaut eine veränderte Dynamik hat, sollte die LASIK zweizeitig durchgeführt, der Gewebeabtrag zurückhaltend geplant werden, und im Falle einer Unterkorrektur eine Nachoperation erfolgen.