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Analyse dreier verschiedener inverser Schulterendoprothesen-Designs – die Kombination aus Lateralisierung und Distalisierung ergibt den besten Bewegungsumfang
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| Veröffentlicht: | 21. Oktober 2024 |
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Fragestellung: Hauptindikationen für die inverse Schulterendoprothese (iSTEP) sind Defektarthopathie (CTA) undOmarthrose (OA). Derzeit werden unterschiedliche Konzepte verwendet, die von distalisierten undmedialisierten Implantaten bis hin zu stark lateralisierenden Designs mit unterschiedlichen Hals-Schaft-Winkeln (NSA), Liner-Designs und Schaftkonfigurationen reichen. Ein gezielter Vergleich,wie unterschiedliche iSTEP-Designs das Ergebnis beeinflussen, steht aus und war das Ziel dieserStudie.
Methodik: Wir analysierten Registerdaten von CTA- und OA-Patienten, die sich einer iSTEP unterzogen, und prospektiv zwischen 2012 und 2020 in zwei spezialisierten orthopädischen Zentren bis zu 2 Jahre nach der iSTEP erhoben wurden. Komplette Teres-Minor-Risse wurden ausgeschlossen. Es wurden dreiGruppen definiert: Gruppe 1 (Inlay, 155° NSA, 36+2 mm exzentrische Glenosphäre), Gruppe 2 (Inlay, 135° NSA, 36+4 mm lateralisierte Glenosphäre) und Gruppe 3 (Onlay, 145° NSA, +3 mm lateralisierte Basisplatte, 36+2 mm exzentrische Glenosphäre). Wir verglichen Gruppenunterschiede in denklinischen Ergebnissen (z.B. Bewegungsumfang (ROM), Abduktionsstärke, Constant-Murley-Score (CS)), radiologische Beurteilungen der Prothesenposition, der Anatomie des Schulterblatts und Komplikationen unter Verwendung gemischter Modelle, angepasst an Alter und Geschlecht
Ergebnisse und Schlussfolgerung: Die finale Analyse umfasste 320 Patienten. Der adjusted p-Wert des CS- und SPADI-Scores für alle Zeitpunkte zeigte keinen signifikanten Unterschied.
Bei CTA-Patienten (n = 226) war die Flexion der Gruppe 3 (Mittelwert 155° (SD 13)) höher als die derGruppen 1 (Mittelwert 142° (SD 18) und 2 (Mittelwert 132° (SD 18)). Die Abduktion in Gruppe 3 (Mittelwert 145° (SD 23)) war ebenfalls höher als in Gruppe 1 (Mittelwert 130° (SD 22)) und Gruppe 2 (Mittelwert 118° (SD 25)) (p < 0,001). Die mittlere Außenrotation für Gruppe 3 (Mittelwert 41° (SD 23))und Gruppe 2 (Mittelwert 38° (SD 17)) war höher als die Außenrotation von Gruppe 1 (Mittelwert 24° (SD 16)) (p < 0,001); ein größerer Anteil der Patienten der Gruppen 2 (78%) und 3 (69%) erreichte L3-Niveau bei Innenrotation im Vergleich zu Gruppe 1 (44%) (p = 0,003).
Bei OA-Patienten (n = 94) erreichte Gruppe 3 eine signifikant bessere aktive Flexion (p = 0,006) undaktive Abduktion (p = 0,025).
Es gab keine radiologischen Anzeichen einer humeralen Implantatlockerung.
Die Messungen der Prothesenposition ergaben keinen Unterschied bzgl. Implantationsweise und Skapulahalsanatomie, lediglich zu erwartende Designunterschiede.
Gruppe 3 wies deutlich weniger Skapulanotching auf.
CTA- und OA-Patienten zeigten ähnliche Ergebnisse. Outcome scores verschiedener iSTEP-Designs zeigten keinen relevanten Unterschied, allerdings erreichten Patienten mit einer lateralisierten und distalisierten iSTEP-Konfiguration eine bessere Flexion und Abduktion mit weniger Skapulanotching.
Bei Patienten mit einem der lateralisierten iSTEP-Designs zeigte die Rotation bessere Werte als bei der klassischen Grammont-Prothese.
