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Die wasserstrahlassistierte Oberarm- und Oberschenkelstraffung – Optimierung der traditionellen Vorgehensweise
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Veröffentlicht: | 28. September 2015 |
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Einleitung: Seit der Erstbeschreibung durch Thorek 1930 haben sich sowohl die Operationstechniken der Oberarm-, aber auch die der Oberschenkelstraffung ständig weiterentwickelt und verfeinert, um zum einen die Komplikationsrate zu senken, aber auch um die Ergebnisse zu optimieren. Wir berichten über unsere Erfahrungen mit der wasserstrahlassistierten Liposuktion als Kombinationsverfahren mit der Oberarm- und Oberschenkelstraffung.
Material und Methoden: Wir präsentieren unsere wasserstrahlassistierte Operationstechnik der Oberarm- und Oberschenkelstraffung, die ausschließlich über eine Längsspindel ausgeführt wird und damit auf eine Aufhängung am Pecten ossis pubis und die L- und T- Schnitttechnik verzichtet. Es wurden die operativen Eingriffe mit dieser Methode aus dem Jahre 2013 und 2014 (n=70) retrospektiv bezüglich Operationszeit, Komplikationen und Notwendigkeit von Korrekturoperationen ausgewertet. Wir demonstrieren technische Details zur Planung und Durchführung der Operationsmethode.
Ergebnisse: Die durchschnittliche Operationszeit der Oberarmstraffung (n=23) lag bei 71 min., die der Oberschenkelstraffung (n=47) bei 78 min. Es ergaben sich keine Major Komplikationen (Revision, Nachblutung, Serom, Thrombose, Lymphödem, Infektion, Parästhesien, Nekrosen). Als Minor Komplikationen konnten ausschließlich Nahtdehiszenzen ermittelt werden, die jedoch konservativ behandelt werden konnten. Alle Patienten tolerierten die wasserstrahlassistierte Operationstechnik bei hoher ästhetischer Zufriedenheit sehr gut. Auf die Verwendung von Wunddrainagen und auf eine Immobilisation konnte in allen Fällen verzichtet werden.
Schlussfolgerung: Die wasserstrahlassistierte Oberarm- und Oberschenkelstraffung stellt eine sichere, effektive, zeitsparende und schonende Operationstechnik dar und ermöglicht eine ästhetische und funktionelle Verbesserung und damit eine deutliche Steigerung der Lebensqualität der Patienten.