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GMS Infectious Diseases

Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.V. (PEG)

ISSN 2195-8831

Kalkulierte parenterale Initialtherapie bakterieller Infektionen: Infektionen im Hals-, Nasen-, Ohren- und Mund-Kiefer-Gesichtsbereich

Leitlinie Kalkulierte parenterale Initialtherapie

  • corresponding author Bernhard Olzowy - HNO-Zentrum Landsberg am Lech, Deutschland
  • Bilal Al-Nawas - Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Universitätsmedizin Mainz, Deutschland
  • Miriam Havel - Klinik und Poliklinik für HNO-Heilkunde, Klinikum der Universität München, Deutschland
  • Julia Karbach - Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Universitätsmedizin Mainz, Deutschland
  • Rainer Müller - Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, Deutschland

GMS Infect Dis 2020;8:Doc14

doi: 10.3205/id000058, urn:nbn:de:0183-id0000589

Dieses ist die deutsche Version des Artikels.
Die englische Version finden Sie unter: http://www.egms.de/en/journals/id/2020-8/id000058.shtml

Veröffentlicht: 26. März 2020

© 2020 Olzowy et al.
Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung). Lizenz-Angaben siehe http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/.


Zusammenfassung

Dies ist das sechste Kapitel der von der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.V. (PEG) herausgegebenen S2k Leitlinie „Kalkulierte parenterale Initialtherapie bakterieller Erkrankungen bei Erwachsenen – Update 2018“ in der 2. aktualisierten Fassung.

Es befasst sich mit der antibakteriellen Behandlung schwererer Infektionen im Hals-, Nasen-, Ohren- und Mund-Kiefer-Gesichtsbereich einschließlich odontogener und Speicheldrüseninfektionen.


Einleitung

Bakterielle Infektionen der Kopf-Hals-Region erfordern häufig den Einsatz von Antibiotika. Die Entscheidung für eine parenterale Therapie hängt vom Schweregrad der Infektion, von möglichen Risiken einer Ausbreitung (z.B. Atemwegsverlegung), den Begleiterkrankungen und von den individuellen Applikationsvoraussetzungen ab. Die gute Bioverfügbarkeit von Fluorchinolonen und Clindamycin nach oraler Gabe ermöglicht in manchen Fällen auch bei schweren Infektionen eine orale Therapie. Dieser sollte wegen der einfacheren Anwendung, soweit sinnvoll, der Vorzug gegeben werden. Demgegenüber sollte die Behandlung der Mastoiditis, der Otitis externa maligna, der Sinusitis mit orbitalen oder intrakraniellen Komplikationen, der Epiglottitis, des schweren odontogenen Abszesses und der Halsphlegmone in der Regel immer mit einem parenteralen Antibiotikum eingeleitet werden. In der Regel muss die Therapie kalkuliert begonnen werden; jedoch ist eine mikrobiologische Erregerdiagnostik bei diesen schweren Erkrankungen anzustreben. Meist ist eine Sequenztherapie, d.h. eine orale Therapie nach klinischer Besserung, möglich.

Die Datenlage zur oralen Antibiotika-Therapie von leichteren Infektionen der Kopf-Hals-Region hat sich in den letzten Jahren verbessert. Für entsprechende Empfehlungen kann auf Metaanalysen zahlreicher randomisierter Vergleichsstudien mit größeren Patientenkollektiven zurückgegriffen werden. Solche Studien sind für schwere Infektionen kaum vorhanden. Da schwere Infektionen relativ selten sind und ethische Bedenken gegenüber einer Randomisierung auf Therapiearme bestehen, bei denen ein statistisch signifikanter Unterschied zu erwarten wäre, ist eine Verbesserung der Datenlage auch mittelfristig kaum zu erwarten. Dementsprechend beruhen die aktuellen Empfehlungen im Wesentlichen auf dem wahrscheinlichen Erregerspektrum, der lokalen Resistenzlage der Erreger und dem Wirkspektrum der verfügbaren Antibiotika. Bezüglich des zu erwartenden Erregerspektrums ist – abhängig von Variablen wie Antibiotikagebrauch und Impfsituation – mit erheblichen regionalen Unterschieden zu rechnen. Aktuelle Untersuchungen zum Erregerspektrum schwerer bakterieller Infektionen der Kopf-Hals-Region für den deutschsprachigen Raum sind rar. Die derzeitigen Empfehlungen der relevanten Fachgesellschaften wurden bei den nachfolgenden Empfehlungen berücksichtigt [1], [2], [3], [4], [5].


Otitis externa maligna und Osteomyelitis der Schädelbasis

Die Otitis externa maligna ist eine seltene Form der Osteomyelitis, die typischerweise ältere Diabetiker, seltener anderweitig immunsupprimierte Patienten, betrifft. Sie imponiert klinisch wie eine Otitis externa mit ungewöhnlich starker Otalgie, Otorrhoe und Granulationen im äußeren Gehörgang, kann jedoch mit der üblichen lokalen Therapie aus Gehörgangsreinigung und antibakteriellen Ohrentropfen nicht zur Ausheilung gebracht werden. Im Verlauf können Hirnnervenausfälle, v.a. Paresen des N. facialis, auftreten. Tödliche Verläufe kommen vor [6], [7], [8]. Der klinische Verdacht sollte mittels CT, Knochenszintigraphie oder MRT abgeklärt werden und in unkomplizierten Fällen sollte nach einer 48-stündigen Pause jeglicher antimikrobieller Therapie eine mikrobiologische Diagnostik erfolgen [9]. Die Erkrankung wird in der Regel durch Pseudomonas aeruginosa und nur selten durch andere Erreger verursacht [10], [11].

Im Hospitalbereich kommen Pseudomonas-Isolate mit einer Resistenz gegen drei bzw. vier der gängigen Pseudomonas-wirksamen Antibiotika-Klassen (3MRGN bzw. 4MRGN) in relevantem Umfang vor. Colistin ist jedoch nach wie vor fast immer in vitro wirksam. Dagegen stellt sich die Resistenzlage bei Pseudomonas-Isolaten aus Ohrabstrichen im ambulanten Versorgungsbereich in Deutschland relativ günstig dar. Die im Rahmen der PEG-Resistenzstudie 2013 für den ambulanten (hier spezifisch von Ohrabstrichen gewonnene Isolate) bzw. stationären Versorgungsbereich gefundenen Empfindlichkeitswahrscheinlichkeiten waren wie folgt: Levofloxacin 88% bzw. 70%, Ciprofloxacin 88% bzw. 77%, Meropenem 100% bzw. 82%, Piperacillin 98% bzw. 84%, Cefepim 98% bzw. 90%, Ceftazidim 98% bzw. 87%, und Colistin 100% bzw. 100% [12], [13].

Eine kürzlich publizierte Metaanalyse von 30 Fallserien kommt zu dem Ergebnis, dass eine initiale Kombinationstherapie einer Monotherapie überlegen ist. Die Autoren empfehlen – sofern keine entsprechenden Resistenzen vorliegen – Ceftazidim + Ciprofloxacin für 3 Wochen, gefolgt von 3 Wochen Ciprofloxacin p.o. als Therapie der ersten Wahl [11]. In Deutschland sollte diese Kombination daher zumindest bei komplizierten Fällen (Hirnnervenparesen) als Therapie der ersten Wahl eingesetzt werden (Empfehlungsgrad B). Alternativ können bei unkomplizierten Fällen Ceftazidim oder Piperacillin in Monotherapie eingesetzt werden (Empfehlungsgrad C). Die initiale parenterale Monotherapie mit einem Fluorchinolon kommt wegen der vergleichsweise ungünstigen Resistenzlage nur für Patienten mit einer Allergie gegen Beta-Lactame in Betracht. Meropenem bietet hinsichtlich der Pseudomonas-Aktivität keinen Vorteil gegenüber Ceftazidim oder Piperacillin. Vielmehr ist das Wirkspektrum unnötig breit. Aminoglykoside sind wegen eingeschränkter Penetration in den Knochen ungeeignet. Colistin wurde im Jahr 2012 – trotz ausgeprägter nephrotoxischer Reaktionen – zur Behandlung multiresistenter gramnegativer Erreger wieder für die parenterale Therapie in Deutschland zugelassen. Der Einsatz im Rahmen der kalkulierten Initialtherapie sollte nur in komplizierten Fällen für Patienten mit einer Allergie gegen Beta-Lactame erwogen werden, wobei die Dosierung an die Nierenfunktion angepasst werden muss (Empfehlungsgrad C). Die Therapiedauer sollte etwa 6 Wochen betragen. Ausgedehntere Knochennekrosen erfordern gegebenenfalls ein chirurgisches Débridement betroffener Areale [14].

Zwei aktuelle Arbeiten aus China und den USA berichten über eine zunehmende Inzidenz von Osteomyelitiden der lateralen und zentralen Schädelbasis mit nur geringer Schmerzsymptomatik und therapieresistenter Otorrhoe, v.a. bei Patienten nach Ohroperationen, aber auch solchen ganz ohne Ohrsymptome, bei denen als Erreger neben Pseudomonas aeruginosa in gleicher Häufigkeit Staphylococcus aureus, insbesondere auch MRSA, gefunden wurde [10], [15]. In diesen seltenen Situationen sollten die Pseudomonas-wirksamen Standardantibiotika mit einem knochengängigen MRSA-wirksamen Antibiotikum, z.B. Linezolid oder Daptomycin (siehe Kapitel 10 [16]) kombiniert werden (Empfehlungsgrad B).


Mastoiditis

Die akute Mastoiditis ist eine relativ häufige Komplikation der akuten oder chronischen Otitis media, bei der es zur eitrigen Einschmelzung der Knochenbälkchen im Mastoid kommt. Sie tritt überwiegend bei Kindern auf, zuletzt wieder mit steigender Inzidenz [17]. Es konnte nur eine Studie zur Mastoiditis an Erwachsenen identifiziert werden. Das Erregerspektrum entspricht im Wesentlichen dem der akuten oder chronischen Otitis media. Im Folgenden wird die Datenlage bezüglich des zu erwartenden Erregerspektrums bei Kindern dargestellt und für die Therapieempfehlungen auf Erwachsene extrapoliert.

Das schwere Krankheitsbild der akuten Mastoiditis ist von anderen Flüssigkeitsansammlungen im Mastoid abzugrenzen, die radiologisch häufig ebenfalls als Mastoiditis beschrieben werden. Die Diagnose akute Mastoiditis wird klinisch anhand von Rötung, Schwellung und Druckschmerz über dem Mastoid sowie einem dadurch bedingten Abstehen der Ohrmuschel gestellt [18]. Meist wird sie durch Pneumokokken verursacht [17], [18], [19], [20], [21], [22], [23], [24], [25], [26]. Die Einführung der Pneumokokken-Impfung hat laut Studien in Finnland und den USA nur kurzfristig zu einer niedrigeren Inzidenz mit anschließend deutlichem Anstieg an Pneumokokken mit verminderter Antibiotika-Empfindlichkeit geführt [20], [23]. Weitere häufig isolierte Erreger sind Streptococcus pyogenes, Pseudomonas aeruginosa, Staphylococcus aureus und Haemophilus influenzae [17], [19], [21], [22], [24], [26], [27] und neuerdings auch Fusobacterium necrophorum [21], [28]. Bei Kindern unter 2 Jahren dominiert Streptococcus pneumoniae deutlich. Pseudomonas aeruginosa und Fusobacterium necrophorum werden fast ausschließlich bei Kindern über 2 Jahren isoliert [21], [22]. Mit Pseudomonas aeruginosa muss insbesondere bei einer Vorgeschichte von rezidivierenden Otitiden, liegenden Paukenröhrchen und Otorrhoe gerechnet werden. Der klinische Verlauf scheint zudem blande zu sein [26], [29], sodass es bei Fehlen der genannten Kriterien vertretbar scheint, im Rahmen der initialen kalkulierten Antibiotika-Therapie auf Pseudomonas-wirksame Antibiotika zu Gunsten von Antibiotika ohne Pseudomonas-Aktivität zu verzichten. Die Antibiotika-Therapie sollte in diesem Fall mit Amoxicillin/Clavulansäure, Ampicillin/Sulbactam, Cefotaxim bzw. Ceftriaxon + Clindamycin oder Levofloxacin erfolgen. Soll auch Pseudomonas aeruginosa mit erfasst werden, sollte eine Therapie mit Ceftazidim + Clindamycin, Piperacillin/Tazobactam oder Meropenem erwogen werden. Bei Vorliegen einer echten Allergie gegen Beta-Lactame stellt die Kombination Ciprofloxacin + Clindamycin eine Option dar. Begleitend sollte eine Parazentese mit mikrobiologischer Erregerdiagnostik, ggf. mit Paukenröhrchen-Einlage, durchgeführt werden. Bei Komplikationen, subperiostalem Abszess oder ausbleibender Besserung sollte eine Antrotomie bzw. Mastoidektomie durchgeführt werden [30], [31]. Die Therapiedauer beträgt 7–10 Tage.


Epiglottitis

Während die akute Epiglottitis in der Zeit vor Einführung der Impfung gegen Haemophilus influenzae Typ B vornehmlich eine durch diesen Erreger hervorgerufene Erkrankung des Kindesalters war, werden heute häufiger auch andere Erreger isoliert und Erwachsene sind häufiger betroffen als Kinder [32], [33], [34], [35], [36]. Meist handelt es sich um ein akutes, schweres Krankheitsbild mit rascher Progredienz, das wegen der Gefahr einer Atemwegsverlegung in der Regel einer sofortigen stationären, eventuell sogar intensivmedizinischen Überwachung mit der Möglichkeit einer Intubation oder Tracheotomie bedarf. Bei Erwachsenen kann die Erkrankung von vorbestehenden Zysten ausgehen, was mit schwereren Verläufen und einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für die Notwendigkeit einer chirurgischen Maßnahme verbunden ist [37], [38]. Da in der Akutsituation sonst jede Manipulation vermieden werden sollte, erfolgt eine Erregerdiagnostik nur selten. Daher sind Aussagen zur Häufigkeit des Vorkommens bestimmter Erreger nur mit Einschränkungen möglich. Bei Erwachsenen dominieren verschiedene Streptokokken-Arten, während Anaerobier und Haemophilus influenzae Typ B seltener, aber in relevanter Häufigkeit isoliert werden, nicht seltenen als Teil einer Mischinfektion [32], [33], [34], [35]. Einzelfallberichte existieren über eine akute Epiglottitis durch Staphylococcus aureus [39], Haemophilus parainfluenzae [40], Corynebacterium diphtheriae [41], Mycobacterium tuberculosis [42] und Meningokokken [43]. Daneben kann die akute Epiglottitis auch durch Viren verursacht werden oder eine nicht-infektiöse Ursachen haben. Da es sich um ein lebensbedrohliches Krankheitsbild handelt, sollte die häufigsten Erreger mit der kalkulierten Antibiotika-Therapie sicher erfasst werden. Primär kommen Amoxicillin/Clavulansäure oder Ampicillin/Sulbactam in Betracht [34], [35]. Alternative Behandlungsoptionen sind Ceftriaxon bzw. Cefotaxim + Clindamycin oder Metronidazol [34], [35] sowie Moxifloxacin. Zeitgleich sollten initial hochdosiert Kortikosteroide verabreicht werden [34], [35].


Ohrmuschelperichondritis

Die Ohrmuschelperichondritis ist durch das Übergreifen einer akuten Entzündung des äußeren Ohres auf das Perichondrium gekennzeichnet. Mögliche Ursachen sind Kratzdefekte, mechanische Traumata (Othämatom, Otserom), operative Eingriffe mit Freilegen des Ohrknorpels, Erfrierung, Verbrennung, Insektenstiche und Piercing, jedoch ist in mehr als der Hälfte der Fälle keine Ursache zu erkennen [44]. Der mit Abstand häufigste Erreger ist Pseudomonas aeruginosa. Nach Angaben einer Übersichtsarbeit beträgt sein Anteil bei Infektionen nach Piercing 87% [45]. Zweithäufigster Erreger ist Staphylococcus aureus, gefolgt von Streptococcus pyogenes und anderen Streptokokken-Arten. In Einzelfällen wurden auch Enterobacteriaceae und Enterokokken isoliert [44], [45], [46], [47].

Vor Therapiebeginn sollte Material zur mikrobiologischen Diagnostik gewonnen werden. Die Anfertigung eines Grampräparats, dessen Ergebnis oft innerhalb weniger Stunden verfügbar ist, kann helfen, den Einsatz unnötig breit wirksamer Antibiotika zu vermeiden. Bei Vorliegen leichterer Formen der Infektion mit grampositiven Kokken (Staphylococcus aureus, Streptokokken) kann Clindamycin, bei solchen mit gramnegativen Stäbchen (zumeist Pseudomonas aeruginosa) Ciprofloxacin p.o. gegeben werden. Schwerere Formen sollten wegen des Risikos der Abszessbildung mit der Folge bleibender Ohrmuscheldeformitäten primär parenteral therapiert werden. Mittel der 1. Wahl für die Antibiotika-Therapie sind Piperacillin/Tazobactam, Cefepim und Ceftazidim + Clindamycin (Empfehlungsgrad B). Zudem erfolgt eine antiseptische Behandlung. Ciprofloxacin und Levofloxacin sollten wegen der deutlich höheren Anteils Fluorchinolon-resistenter Stämme nur bei Penicillin-Allergie eingesetzt werden (Empfehlungsgrad B). Bei fehlendem Ansprechen der Therapie können entweder eine Relapsing Polychondritis vorliegen, Knorpelnekrosen ein chirurgisches Debridement erfordern oder ein resistenter Pseudomonas-Stamm die Ursache der Infektion sein. Die im Rahmen der PEG-Resistenzstudie 2013 gefundenen Antibiotika-Empfindlichkeitswahrscheinlichkeiten von Pseudomonas aeruginosa für den ambulanten (hier spezifisch aus den Ohren gewonnene Isolate) bzw. stationären Versorgungsbereich waren wie folgt: Levofloxacin 88% bzw. 70%, Ciprofloxacin 88% bzw. 77%, Meropenem 100% bzw. 82%, Piperacillin 98% bzw. 84%, Cefepim 98% bzw. 90%, Ceftazidim 98% bzw. 87%, und Colistin 100% bzw. 100% [12], [13]. Nach Vorliegen des Antibiogramms kann die Therapie ggf. oral fortgeführt werden. Bei Eiteransammlung ist eine Inzision, bei Nekrosen eine schonende Knorpelabtragung mit bestmöglichem Erhalt der Ohrmuschel und ggf. eine plastische Rekonstruktion der Ohrmuschel nach Abheilung erforderlich.


Nasenfurunkel

Nasenfurunkel sind schmerzhafte Infektionen der Haarfollikel im Vestibulum nasi mit phlegmonöser Ausbreitung zur Nasenspitze, zum Nasensteg, zur Oberlippe und entlang des Nasenrückens, die durch Staphylococcus aureus im Sinne einer endogenen Infektion, ausgehend von einer Besiedlung des Nasenvorhofs, verursacht werden [48], [49]. Eine Studie zur Resistenzlage von den Nasenvorhof besiedelnden Staphylococcus aureus aus neun europäischen Ländern weist für Erwachsene eine MRSA-Häufigkeit von 0–2,4% auf. Gegen Clindamycin waren 5–15% der Isolate resistent [50]. In der PEG Resistenzstudie 2013 fand sich ein Anteil von 8% MRSA an allen Staphylococcus aureus-Isolaten von Patienten aus dem ambulanten Versorgungsbereich [51].

Bei den sehr häufig vorkommenden leichten Verlaufsformen (Follicullitis ohne Einschmelzung und ohne wesentliche phlegmentöse Umgebungsreaktion) ist eine ambulante Therapie mit topischen Antiseptika oder Antibiotika meist ausreichend, bei beginnender Ausbreitungstendenz kann zusätzlich eine orale Antibiotika-Therapie erfolgen. Wenn möglich ist das Furunkel zu inzidieren. Bei kompliziertem Krankheitsverlauf erfolgt die Behandlung wegen der Gefahr der Thrombose der V. angularis mit fortgeleiteter Sepsis zum Sinus cavernosus intravenös und stationär [52]. Die Antibiotika-Therapie erfolgt nach Möglichkeit mit einem Penicillinase-festen Penicillin oder einem Staphylokokken-wirksamen Schmalspektrum-Cephalosporin. Antibiotikum der ersten Wahl ist Cefazolin. Flucloxacillin weist aufgrund der hepatotoxischen Nebenwirkungen [53] ein ungünstigeres Nebenwirkungsprofil als Cefazolin auf. Alternativ können auch Cefuroxim, Amoxicillin/Clavulansäure oder Ampicillin/Sulbactam eigesetzt werden, die jedoch ein unnötig breites Wirkspektrum besitzen. Clindamycin wird bei Patienten mit Penicillin-Allergie eingesetzt. Bei ausbleibender Besserung ist das Vorliegen von MRSA zu evaluieren. Eine Therapiedauer von einer Woche ist in der Regel ausreichend. Eine rasche Umsetzung auf eine orale Sequenztherapie ist anzustreben. Geeignete Antibiotika sind Cefalexin, Doxycyclin und Clindamycin.


Peritonsillitis und Peritonsillarabszess

Bei der Peritonsillitis hat sich eine Entzündung im Bindegewebe zwischen Tonsille und Musculus constrictor pharyngis ausgebreitet. Als Peritonsillarabszess wird die in der Regel einseitige Einschmelzung des phlegmonös entzündeten peritonsillären Gewebes mit Eiteransammlung verstanden. Der Peritonsillarabszess kommt überwiegend bei jungen Erwachsenen und eher selten bei Kindern vor. Klinisch imponiert er mit einer Vorwölbung der Tonsille begleitet von einer Rötung und Schwellung der Gaumenbögen. Zusätzlich können ein Uvulaödem und eine Kieferklemme vorliegen.

Eine 2013 publizierte Übersichtsarbeit mit gepoolten Daten von 15 zwischen 1980 und 2012 veröffentlichten Studien lässt einen differenzierten Blick auf das wahrscheinliche Spektrum ursächlicher Erreger zu [54]. In der Mehrzahl der Fälle handelt es sich um Mischinfektionen Die häufigsten isolierten Erreger bei Monoinfektionen waren Gruppe-A-Streptokokken (20–45%, diese Werte unterschätzen auf Grund oft bereits erfolgter Antibiotika-Therapie möglicherweise jedoch die tatsächliche Häufigkeit) und Fusobakterien (4–55%; in drei dänischen Studien der dominierende Erreger, insbesondere bei Kindern häufig). Bei Mischinfektionen spielen vermutlich v.a. Streptokokken der Streptococcus-anginosus-Gruppe (Streptococcus intermedius, Streptococcus anginosus und Streptococcus constellatus), die in bis zu 51% der Fälle isoliert wurden, eine wichtige Rolle. Bei Monoinfektionen wurden gelegentlich oder in Einzelfällen auch Staphylococcus aureus, Nocardia asteroides, Haemophilus influenzae, Arcanobacterium haemolyticum und Streptococcus pneumoniae isoliert. Im Gegensatz dazu wird bestimmten, im Rahmen von Mischinfektionen häufig isolierten Spezies, v.a. Streptokokken der serologischen Gruppe C, Peptostreptococcus und Prevotella spp, nur eine untergeordnete Bedeutung für den Krankheitsprozess eingeräumt [54]. Spätere Veröffentlichungen, die das Erregerspektrum thematisieren, ergaben keine wesentlich neuen Aspekte [55], [56], [57].

Im Hinblick auf die Wahl einer adäquaten antibiotischen Therapie liegen zwei randomisierte Vergleichsstudien vor, die beide keinen Unterschied im klinischen Krankheitsverlauf zwischen den Therapiearmen ausweisen. In der einen Studie wurde die Wirksamkeit von Penicillin im Vergleich zu Penicillin + Metronidazol [58] und in der anderen die Wirksamkeit von Penicillin im Vergleich zu Ampicillin + Sulbactam geprüft [59]. Die Aussagekraft beider Studien ist wegen der geringen Fallzahl (n=40 bzw. 42) und der simultan erfolgten Abszessdrainage jedoch eingeschränkt. Im Rahmen einer nicht randomisierten, prospektiven Beobachtungsstudie an 117 Patienten nach einmaliger Nadelaspiration war ein erneuter chirurgischer Eingriff nach Monotherapie mit Penicillin signifikant häufiger erforderlich als nach Monotherapie mit Amoxicillin/Clavulansäure oder Cefuroxim + Metronidazol (14,7% vs. 4,7%) [60].

Die Behandlung der Peritonsillitis erfolgt durch eine orale oder parenterale Antibiotika-Therapie. Der Peritonsillarabszess wird chirurgisch therapiert und mit einer peri- sowie postoperativen Antibiotika-Therapie kombiniert. Abszesspunktion, Abszessinzision und Spülung oder Abszesstonsillektomie sind, wann immer sinnvoll möglich, anzustreben. Der gewonnene Eiter sollte mikrobiologisch untersucht werden [4].

Als Antibiotika der ersten Wahl sollen Amoxicillin/Clavulansäure, Ampicillin/Sulbactam oder Cefuroxim + Metronidazol eingesetzt werden (Empfehlungsrad A). Alle wesentlichen in der Literatur als Erkrankungsursache diskutierten Erreger werden hiermit erfasst. Als Alternativen bei Penicillin-Allergie kommen Clindamycin oder Moxifloxacin in Betracht (Empfehlungsrad B), wobei hier in 16–25% bzw. 7–53% der Fälle mit Resistenzen bei Fusobakterien zu rechnen ist [61]. Eine kanadische Arbeit berichtet über einen Anteil von 32% Clindamycin-resistenten Stämmen an den Streptokokken-Isolaten aus Peritonsillarabszessen [57], während in Deutschland im Jahr 2013 nach den Angaben der PEG-Resistenzstudie nur 3% der Isolate von Streptococcus pyogenes Clindamycin-resistent waren und keine Resistenz gegen Moxifloxacin gefunden wurde [12]. Die Monotherapie mit einem Cephalosporin ist nicht ratsam, da Fusobakterien in der Regel eine Cephalosporinase produzieren [61]. Eine rasche Oralisierung der Medikation sollte angestrebt werden. Die Therapiedauer beträgt in der Regel 5–7 Tage. Im Rahmen einer prospektiven, randomisierten Studie an 105 Patienten, bei denen nach Abszesstonsillektomie entweder mit Benzylpenicillin nachbehandelt oder jegliche Antibiotika-Therapie abgesetzt wurde, fand sich kein Unterschied, was subjektive Schluck- und Schmerz-Score-Werte sowie den Verlauf von Leukozytenzahl und C-reaktivem Protein betrifft [62], sodass nach erfolgter Abszesstonsillektomie in unkomplizierten Fällen auch ein unmittelbares Absetzen der Antibiotika-Therapie vertretbar scheint.


Bakterielle Sinusitiden und deren Komplikationen

Die akute Rhinosinusitis soll nur bei schweren Verläufen oder ausbleibender Spontanheilung mit Antibiotika behandelt werden, die dann primär oral verabreicht werden (Empfehlungsgrad A) [63], [64]. In Einzelfällen kann bei Patienten mit schweren Begleiterkrankungen, ungewöhnlich schweren Verläufen oder bei ausbleibender Besserung nach oraler Antibiotika-Therapie die Indikation für eine parenterale Therapie bestehen. In diesen Fällen sollte differentialdiagnostisch auch eine invasive Mykose oder eine nicht-infektiöse Erkrankung (z.B. granulomatöse Polyangiitis, früher Wegener-Granulomatose) in Erwägung gezogen sowie die Indikation für eine chirurgische Maßnahme geprüft werden. Mit der kalkulierten parenteralen Antibiotika-Therapie sollten die wichtigsten Erreger der akuten Rhinosinusitis – Streptococcus pneumoniae, Haemophilus influenzae, Moraxella catarrhalis, Streptococcus pyogenes, Staphylococcus aureus und bei dentogener Ursache auch diverse andere Streptokokken-Spezies und Anaerobier [64] erfasst werden. Hierzulande empfiehlt sich eine Therapie mit Amoxicillin/Clavulansäure, Ampicillin/Sulbactam, Cefotaxim oder Ceftriaxon + Clindamycin, oder Moxifloxacin bzw. – bei schlechterer Anaerobier-Wirksamkeit – Levofloxacin. Bei Patienten mit Mukoviszidose [65] und Patienten nach Knochenmarkstransplantation [66] muss an Pseudomonas aeruginosa als Erreger gedacht werden. In diesen Fällen ist der Einsatz von Piperacillin/Tazobactam, Ceftazidim + Clindamycin oder Meropenem sinnvoll.

Die verschiedenen Formen der chronischen Sinusitis werden grundsätzlich primär nicht antibiotisch, sondern mit topischen Steroiden (Empfehlungsgrad A) und Nasenspülungen therapiert. Bei primär sehr ausgeprägten oder konservativ nicht ausreichend therapierbaren Fällen ist ein chirurgisches Vorgehen zu erwägen. Im Falle einer odontogenen Ursache steht die Sanierung des dentogenen Fokus im Vordergrund. Eine begleitende orale Antibiotika-Therapie kann bei akuten Exazerbationen (Empfehlungsgrad B) oder ausgeprägt eitrigen Formen sinnvoll sein. Eine parenterale Therapie sollte demgegenüber Patienten mit schweren Begleiterkrankungen oder ungewöhnlich schweren Verläufen vorbehalten bleiben. Da bei der chronischen Sinusitis zahlreiche Bakterienspezies als Erreger infrage kommen, sollte die Therapie möglichst gezielt erfolgen. Zu den häufig isolierten Erregern gehören Staphylococcus aureus, Streptokokken, Haemophilus influenzae, verschiedene Enterobacteriaceae-Spezies (Escherichia coli, Klebsiella pneumoniae, Klebsiella oxytoca, Serratia marcescens, Proteus mirabilis), Pseudomonas aeruginosa und Anaerobier [67], [68], [69], [70]. Kalkuliert können Piperacillin/Tazobactam, Ceftazidim + Clindamycin oder Levofloxacin bzw. Moxifloxacin eingesetzt werden.

Das Erregerspektrum der odontogenen Sinusitis maxillaris ist besser kalkulierbar. Meist handelt es sich um Mischinfektionen durch Streptokokken und Anaerobier. Mit Moraxella spp. und Haemophilus spp. muss im Gegensatz zur rhinogenen Sinusitis nicht gerechnet werden. Die kalkulierte Therapie, begleitend zur Fokussanierung, erfolgt entweder mit Amoxicillin/Clavulansäure, Ampicillin/Sulbactam oder Clindamycin [70]. Neben der Antibiotikatherapie sind – spätestens nach dem Abklingen der akuten Syptomatik – die chirurgische Sanierung der odontogenen Ursache und ggf. der Verschluss einer eventuell vorliegenden Mund-Antrum-Verbindung notwendig.

Bei entsprechender Risikoanamnese muss sowohl bei der akuten als auch bei der chronischen Sinusitis mit multiresistenten Erregern gerechnet werden. In einer retrospektiven Studie der Stanford University wurden die Nasennebenhöhlenabstriche aus einem Zeitraum von etwas mehr als 20 Jahren analysiert. Der Anteil von Staphylococcus aureus, der aus den Abstrichen angezüchtet wurde, betrug 7,7%. Dabei stieg der Anteil von MRSA an den Staphylococcus-aureus-Isolaten von 1,7% (1990–1999) auf 26,8% (2006–2010) [71], wobei diese Situation spezifisch für die USA ist und nicht auf Deutschland übertragen werden kann. Dennoch sollte bei entsprechendem Risiko und schwerem Krankheitsbild der Einsatz von Vancomycin oder Linezolid in Kombination mit Meropenem, Ceftazidim oder Ciprofloxacin in Erwägung gezogen werden.

Orbitale (60–75%), intrakranielle (15–20%) und ossäre Komplikationen (5–10%), die sehr viel häufiger in Folge akuter als chronischer Rhinosinusitiden auftreten, müssen zwingend mit parenteralen Antibiotika behandelt werden [64].

Orbitale Komplikationen von Sinusitiden

Orbitale Komplikationen entstehen entweder über eine direkte Entzündungsausbreitung durch die Lamina papyracea oder durch Fortleitung über Venen. Abweichend von der lange gebräuchlichen Unterteilung nach Chandler, bei der präseptale Lidphlegmone, Orbitaphlegmone, subperiostaler Abszess, intraorbitaler Abszess und die septische Thrombose des Sinus cavernosus als stadienhafter Ablauf verstanden wurden [72], versteht man die präseptale Lidphlegmone und die septische Thrombose des Sinus cavernosus heute eher als eigenständige Entitäten [64].

Reine Lidphlegmonen entstehen meist nicht in Folge von Sinusitiden, sondern sehr viel häufiger im Rahmen von Infekten der oberen Atemwege, bei Dakryoadenitis oder Hautinfektionen. Eine umgehende Mitbeurteilung durch einen Augenarzt ist zu empfehlen. Wurden eine Proptosis, Einschränkungen der Bulbusmotilität und Sehstörungen (Beginn mit Verlust der Rot-Grün-Diskrimination) ausgeschlossen, kann bei geringer Krankheitsausprägung ohne Bildgebung eine ambulante Behandlung mit oralen Antibiotika erfolgen. Die schweren postseptalen Infektionen sind mit einem Anteil von ca. 20% sehr viel seltener als präseptale Lidphlegmonen (ca. 80%) [73], [74]. Im Zweifel oder bei den genannten Zeichen für das Vorliegen einer Entzündung des Orbitainhalts ist umgehend eine stationäre Aufnahme und parentale Antibiotika-Therapie einzuleiten und eine kontrastmittelverstärkte CT oder MRT anzufertigen [64].

Die häufigsten Erreger sind Staphylococcus aureus, Streptokokken der Streptococcus-anginosus-Gruppe und Anaerobier. Seltener, aber regelmäßig isoliert werden auch Streptococcus pyogenes, Streptococcus pneumoniae, Haemophilus influenzae und Eikenella corrodens. Vereinzelt werden auch Pseudomonas aeruginosa, Escherichia coli, Klebsiella pneumoniae, Clostridium perfringens und Arcanobacterium haemolyticum angezüchtet [73], [74], [75], [76], [77], [78], [79], [80], [81], [82].

Die antimikrobielle Behandlung soll initial hochdosiert mit Amoxicillin/Clavulansäure, Ampicillin/Sulbactam (Empfehlungsgrad A) oder Cefotaxim bzw. Ceftriaxon + Clindamycin (Empfehlungsgrad B) erfolgen. Bei Penicillin-Allergie bietet sich z.B. die Kombination von Ciprofloxacin + Clindamycin an (Empfehlungsgrad B). Je nach Ansprechen der Therapie kann eine rasche Oralisierung der Medikation erfolgen [83]. Ciprofloxacin und Clindamycin können in ausgewählten Fällen auch oral verabreicht werden [84]. Die Dauer der Antibiotika-Therapie beträgt insgesamt ca. 3 Wochen.

In der Regel besteht zudem die Indikation für ein chirurgisches Vorgehen mit Sanierung des Nebenhöhlenfokus und ggf. Drainage orbitaler Abszesse. Dabei sollte das gewonnene Material mikrobiologisch untersucht und die Therapie gezielt fortgesetzt werden. Bei Kindern unter 2(–4) Jahren ohne Abszess oder mit kleinen, medial gelegenen Abszessen und normalem Visus, die rasch auf die Antibiotika-Therapie ansprechen, kann auch die alleinige konservative Therapie ausreichend sein [64].

Intrakranielle Komplikationen von Sinusitiden

Über direkte Erosion der Schädelbasis, Fortleitung über Diploe-Venen oder durch hämatogene Streuung können im Rahmen von Sinusitiden epidurale und subdurale Abszesse, Meningitis, Cerebritis und Hirnabszesse sowie septische Thrombosen des Sinus sagittalis superior oder Sinus cavernosos auftreten. Die häufigsten Erreger sind Streptokokken-Arten (v.a. Streptokokken der Streptococcus-anginosus-Gruppe) und Anaerobier, seltener Staphylokokken [85], [86], [87], [88], [89]. Therapeutisch sind eine parenterale Antibiotika-Therapie, die chirurgische Sanierung der betroffenen Nebenhöhlen und – bei Vorliegen von Abszessen – eine neurochirurgische Abszessdrainage, jeweils mit mikrobiologischer Erregerdiagnostik, indiziert [5], [64]. Als kalkulierte Therapie der ersten Wahl kommen Cefotaxim oder Ceftriaxon, jeweils in Kombination mit Metronidazol und Linezolid, in Betracht [5]. Bei einer Allergie gegen Beta-Lactame kann als Alternative zu Cefotaxim/Ceftriaxon Levofloxacin eingesetzt werden. Die Therapiedauer beträgt 30–60 Tage.

Ossäre Komplikationen von Sinusitiden, Stirnbeinosteomyelitis

Die Stirnbeinosteomyelitis kann nach akuter oder chronischer Sinusitis, dentalen Infektionen des Oberkiefers oder nach Trauma auftreten. Sie tritt vornehmlich bei Jugendlichen auf und ist häufig mit intrakraniellen Komplikationen vergesellschaftet. Häufigste Erreger sind Staphylococcus aureus, Streptococcus pneumoniae, und beta-hämolysierende Streptokokken (v.a. der Streptococcus-anginosus-Gruppe), Haemophilus influenzae und Anaerobier. Es wurden aber auch Infektionen beschrieben, die durch Pseudomonas aeruginosa, Serratia marcescens, Escherichia coli, Salmonella typhi, Pasteurella multocida oder Pilze (Aspergillus flavus und Mucor) verursacht worden sind [90], [91].

Die antimikrobielle Behandlung sollte initial hochdosiert mit Amoxicillin/Clavulansäure, Ampicillin/Sulbactam, Cefotaxim oder Ceftriaxon (jeweils in Kombination mit Clindamycin) oder mit Meropenem erfolgen. Bei Penicillin-Allergie kann Moxifloxacin in Kombination mit Clindamycin (CAVE: Resistenzen bei Staphylokokken) zum Einsatz kommen.

Es besteht zudem die Indikation zur operativen Sanierung der betroffenen Stirnhöhle und der Entnahme befallener Knochenregionen. Punktionsmaterial aus dem Sinus, das Sekret der chirurgischen Drainage und Blut für die mikrobiologisch Untersuchung sind unbedingt zu entnehmen. Nach dem Erhalt sollte eine den mikrobiologischen Befunden entsprechende gezielte Antibiotika-Therapie durchgeführt werden. Die Behandlung erfolgt über einen Zeitraum von etwa 6 Wochen.


Odontogene Infektionen mit Ausbreitungstendenz, ggf. mit lokalen oder systemischen Komplikationen

Die meisten odontogenen Infektionen können erfolgreich chirurgisch ambulant, ohne Antibiotika-Einsatz, therapiert werden. Bei Ausbreitungstendenz der Infektion oder Risikofaktoren der Patienten kann eine kalkulierte orale Antibiotika-Therapie zum Einsatz kommen [92]. Für diese unkomplizierten odontogenen Infektionen ist ein Erregernachweis in der zahnärztlichen Praxis nicht sinnvoll zu fordern [93]. Bei schweren odontogenen Infektionen mit Ausbreitungstendenz und dem Risiko von lokalen und systemischen Komplikationen, die parenteral therapiert werden müssen, ist der Erregernachweis jedoch unverzichtbar, da die Therapie im Falle einer Ausbreitung oder Komplikation dann gezielt erfolgen kann [94], [95], [96]. Als typische aerobe Erreger, auch geschlossener Abszesse, findet man meist Streptokokken der Mundflora, seltener Staphylokokken. Anaerobe bzw. capnophile Erreger wie Prevotella spp., Fusobakterien, Bacteroides-Arten, Veillonellen und Peptostreptokokken sind häufig [97], [98].

Die Daten der meisten, aber insgesamt wenigen Studien weisen aus, dass sich bei nicht vorbehandelten Patienten mit odontogenen Infektionen meist Erreger mit geringer Resistenzhäufigkeit gegen Penicillin und Clindamycin finden [94], [99], [100]. Andere Autoren berichten jedoch über einen 20%-igen Anteil Penicillin-resistenter Erreger [101]. Bei komplizierten, antibiotisch vorbehandelten odontogenen Infektionen, die der parenteralen Therapie bedürfen, wurden in 15–35% der Fälle Penicillinase-produzierende Erreger [102], [103], [104] sowie teils kritisch hohe Resistenzraten für Clindamycin von 25–45% gefunden [102], [103], [104], [105]. Dabei scheint insbesondere die Antibiotika-Vorbehandlung ein Risikofaktor für das Vorkommen Penicillin-resistenter Erreger zu sein [106], [107]. Bei schweren odontogenen Weichgewebeinfektionen, die bereits antibiotisch vorbehandelt wurden, muss demnach mit einem höheren Anteil von Isolaten mit Resistenz gegen Penicillin und Clindamycin gerechnet werden. Aus den oben genannten Daten ergibt sich, dass nahezu alle Erreger im odontogenen Bereich gegenüber Inhibitor-geschützten Penicillinen (z.B. Amoxicillin/Clavulansäure) empfindlich sind. Bei der Beurteilung der Resistenzsituation sollte jedoch bedacht werden, dass die pathogenetische Rolle der identifizierten Bakterien nicht geklärt ist. In lebensbedrohlichen Situationen sind Carbapeneme Mittel der Wahl zur empirischen Therapie [101], [108], [109]. Bei Vorliegen einer Allergie auf Beta-Lactame sollte Clindamycin in Monotherapie, unter den oben genannten Einschränkungen, als etablierte Alternative eingesetzt werden. Moxifloxacin ist eine weitere mögliche Alternative [105], [110]. Es wird hierzu auf die AWMF S3 Leitlinie „Odontogene Infektionen“ (Registernummer 007-006) verwiesen [3].


Osteomyelitis der Kiefer

Wichtigste Formen mit bakterieller Ursache sind die akute und sekundär chronische Osteomyelitis (odontogene Infektion, pulpale und parodontale Infektion, infizierte Extraktionswunden) mit Austritt von Eiter, Fistel- und Sequesterbildung. Entsprechend findet sich ein ähnliches Erregerspektrum wie bei der odontogenen Infektion, mit einem hohen Anteil an polymikrobiellen Infektionen [111]. Oft werden aber auch Actinomyzeten nachgewiesen [112], [113]. Insbesondere bei längerer Antibiotika-Vortherapie sind auch Besiedelungen bzw. Infektionen mit multiresistenten grampositiven Erregern beschrieben [114], [115]. Akute und sekundär chronische Osteomyelitiden werden sowohl chirurgisch als auch antibiotisch therapiert. Davon zu unterscheiden ist die seltenere primär chronische Osteomyelitis als nicht pustulierende und chronische Inflammation unklarer Ätiologie, wobei bei dieser Form der Osteomyelitis neben der chirurgischen Therapie Antibiotika, die hyperbare Sauerstofftherapie, nichtsteroidale Antiphlogistika und Glukokortikoide zum Einsatz kommen [116].

Sonderformen der Osteomyelitis, wie die infizierte Osteoradionekrose oder durch Medikamente wie Bisphosphonate, Kortikosteroide und antineoplastische Substanzen induzierte Osteomyelitiden, haben wegen ihrer Häufigkeit und Genese eine besondere Bedeutung. Die Erkrankungen werden zwar nicht primär durch Bakterien verursacht, die bakterielle Superinfektion erfordert jedoch fast immer eine möglichst gezielte, adjuvante Therapie. Wegen der Schwere des Krankheitsbildes erfolgt die initiale Antibiotika-Therapie meist intravenös [117]. Dass Erregerspektrum weist ebenfalls Ähnlichkeit mit dem der odontogenen Infektionen auf [118].

Das Prinzip der Osteomyelitis-Therapie besteht aus einer Eradikation des Fokus, einer Abtragung des infizierten und nekrotischen Knochens sowie einer empirischen, im Optimum erregerspezifischen Antibiotika-Therapie. Wegen des langwierigen Verlaufs ist meist eine parenterale Therapie erforderlich. Insbesondere bei der chronischen Form sind seit vielen Jahren Gentamicin enthaltende PMMA Ketten erfolgreich im Einsatz [119]. Die adjuvante antimikrobielle Therapie sollte neben den häufig isolierten Staphylokokken das anaerobe Erregerspektrum berücksichtigen [120]. Empfohlen werden Clindamycin oder Penicillin, nach Vorbehandlung finden sich allerdings häufiger Erreger mit Penicillin-Resistenz [111]. Wegen des möglicherweise langen und kritischen Verlaufs sollte grundsätzlich eine Erregerdiagnostik angestrebt werden. Einige Autoren empfehlen, dass die Antibiotika-Gabe generell noch 4–6 Wochen nach der Operation oral weitergeführt werden sollte [116].


Zervikofaziale Aktinomykose

Die sich meist als Mischinfektion mit dem Leiterreger Actinomyces israeli präsentierende Erkrankung ist mit Antibiotika gut zu therapieren [121], [122]. Je nach Befund ist zusätzlich eine chirurgische Maßnahme nötig. Wichtig ist der mikrobiologische Befund oder zumindest die histologische Sicherung der Actinomyces-Drusen. Actinomyzeten sind typischerweise Penicillin-empfindlich. Penicillin wird Initial häufig parenteral verabreicht und im Verlauf auf eine orale Therapie umgestellt. Im Fall einer Penicillin-Allergie empfiehlt sich eine orale Sequenztherapie mit Doxycyclin oder die parenterale Gabe von Clindamycin oder eines Cephalosporins. Die Bedeutung der obligat anaeroben Begleitflora ist umstritten [122], [123]. Die Therapie muss, wie bei anderen chronischen Entzündungen, und wegen der schlechten Penetration in das Granulationsgewebe über lange Zeit in hoher Dosierung durchgeführt werden. Daten zur Therapiedauer sind für die zervikofaziale Form bisher nicht erhoben worden. Eine Dauer von bis zu 6 Monaten wird bei komplizierten Formen erwogen. Bei leichten Verläufen oder ausreichender chirurgischer Sanierung wird eine Therapiedauer von ca. 6 Wochen empfohlen [122].


Sialadenitis

Die Sialadenitis ist eine bakteriell oder viral bedingte Entzündung der Speicheldrüsen. Sialadenitiden treten oft als Superinfektionen nach Speicheldrüsen-Funktionsstörungen auf. Meist ist die Glandula submandibularis betroffen. Sekretionsstörungen der Speichel- und Schleimdrüsen verursachen eine Viskositätszunahme des Speichels, die die Ausfällung anorganischer Substanzen unterstützt. Es bilden sich Speichelsteine aus, die eine bakterielle Kolonisierung und Infektion begünstigen können; sie sollten in der chronischen Phase entfernt werden [124]. Es werden akute und chronische Verlaufsformen unterschieden. Die Sialadenitis bei Kindern wird häufig durch Viren (meist Mumps-Viren, Parainfluenzae-Viren, CMV), während sie bei Erwachsenen eher durch Bakterien (Staphylokokken, Streptokokken und Anaerobier) ausgelöst wird. In neueren Publikationen finden sich Hinweise auf eine erhöhte Inzidenz von Infektionen durch Fusobacterium necrophorum (14%), insbesondere bei Vorliegen von Peritonsillarabszessen (91%) [125], [126]. Fusobacterium necrophorum kann das schwere Krankheitsbild des Lemierre Syndroms verursachen. In der akuten Phase steht in den meisten Fällen eine konservative Therapie im Vordergrund. Wegen der oft vorliegenden Allgemeinsymptomatik sind nicht selten eine parenterale Therapie oder auch eine chirurgische Entlastung nötig, die in der Regel einen stationären Aufenthalt erfordern. Schwere bakterielle Infektionen müssen parenteral mit Antibiotika behandelt werden. Bei leichteren Infektionen ist auch eine orale Therapie möglich. In Studien aus dem Zeitraum 1975–1985 werden alpha-hämolysierende Streptokokken und Staphylokokken als hauptsächliche Erreger beschrieben [127], [128], [129]. In einem neueren Case Report wird auf die Bedeutung von Anaerobiern bei der eitrigen Sialadenitis hingewiesen [128], [129]. Es finden sich zwar auch Empfehlungen zum Einsatz von Cephalosporinen, die sich ähnlich wie Fluorchinolone im Speichel relevant anreichern [130], deren Wirksamkeit gegen mögliche Anaerobier jedoch beschränkt ist. Die häufige Penicillin-Resistenz von Erregern der Sialadenitis führt zur Empfehlung, ein Aminopenicillin in Kombination mit einem Beta-Lactamase-Inhibitor oder Clindamycin einzusetzen [128].


Übersicht der Empfehlungen

In Tabelle 1 [Tab. 1] werden die Therapieempfehlungen zusammenfassend dargestellt.


Anmerkung

Dies ist das sechste Kapitel der von der Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.V. (PEG) herausgegebenen S2k Leitlinie „Kalkulierte parenterale Initialtherapie bakterieller Erkrankungen bei Erwachsenen – Update 2018“ in der 2. aktualisierten Fassung.


Interessenkonflikte

Die Autoren erklären, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel haben.


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