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GMS Current Posters in Otorhinolaryngology - Head and Neck Surgery

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V. (DGHNOKHC)

ISSN 1865-1038

Das Sarkom im Kopf-Hals-Bereich – Ein Chamäleon unter den malignen Tumoren

Poster Onkologie

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  • corresponding author Marlene Wigand - HNO-Uniklinik Ulm, Ulm
  • Anna-Sophia Grossi - HNO-Uniklinik Ulm, Ulm
  • Thomas Hoffmann - HNO-Uniklinik Ulm, Ulm
  • Johannes Veit - HNO-Uniklinik Ulm, Ulm

GMS Curr Posters Otorhinolaryngol Head Neck Surg 2015;11:Doc015

doi: 10.3205/cpo000980, urn:nbn:de:0183-cpo0009801

Veröffentlicht: 16. April 2015

© 2015 Wigand et al.
Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung). Lizenz-Angaben siehe http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/.


Gliederung

Zusammenfassung

Einleitung: Sarkome gehen aus mesenchymalen Stammzellen mit pluripotenten Eigenschaften hervor und machen nur ca. 1% der malignen Tumore im Kopf-Hals-Bereich aus.

Methoden: Wir berichten über 6 Patienten, die an Sarkomen unterschiedlicher histologischer Differenzierung erkrankten. Vorgestellt werden die vielgestaltigen klinischen Profile, diagnostische Prinzipien sowie individuell angepasste Behandlungspläne.

Ergebnis: Zu den Sarkomen dieser Fallreihe gehören neben einem Osteosarkom der Schädelbasis und einem Chondrosarkom des Larynx ein Liposarkom der Halsweichteile, ein biphasisches synoviales Sarkom der Epiglottis, ein undifferenziertes pleomorphes Sarkom der Gesichtsweichteile sowie ein maligner peripherer Nervenscheidentumor der Orbita. Therapie der Wahl von Sarkomen im Kopf-Hals-Bereich stellt die radikale chirurgische Resektion, die sogenannte „wide excision“, dar. Diese wird von einer neoadjuvanten bzw. adjuvanten Chemotherapie und Bestrahlung flankiert. Die Therapieentscheidung erfolgt im interdisziplinären Sarkomboard in Tumorzentren und orientiert sich an Leitlinien u.a. der DGHO.

Schlussfolgerung: Das Zusammenspiel von niedriger Inzidenz, heterogener Pathophysiologie und unterschiedlicher Lokalisation von Sarkomen im Kopf-Hals-Bereich stellt eine Herausforderung für Diagnostik und Therapie in der HNO-Onkologie dar. Unabdingbar ist die leitlinienkonforme, interdisziplinäre Ausarbeitung von individuellen Therapiekonzepten.

Der Erstautor gibt keinen Interessenkonflikt an.