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Annual Meeting of the Society of the Ophthalmologists of Saxony

Sächsische Augenärztliche Gesellschaft

25. - 26.11.2011, Dresden

ICG-Angiographie – Welche zusätzlichen Informationen, wann indiziert?

Meeting Abstract

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  • Dirk Sandner - Dresden

Sächsische Augenärztliche Gesellschaft. Jahrestagung 2011 der Sächsischen Augenärztlichen Gesellschaft. Dresden, 25.-26.11.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11sag31

DOI: 10.3205/11sag31, URN: urn:nbn:de:0183-11sag310

Published: November 25, 2011

© 2011 Sandner.
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Die Fluoreszenzangiographie stellt neben der nicht invasiven Optischen Kohärenztomographie die Basisdiagnostik bei einer Vielzahl retinaler Pathologien dar. Neben dem in der Fluoreszenzangiographie vordergründig verwandten Fluorescein, welches seine Limitation in der Abschottung durch Blutungen und das retinale Pigmentepithel erfährt, gestattet die aufwendigere Indocyaningrün-Angiographie (ICGA), durch ihre hier bessere Transmission, insbesondere eine Darstellung des choroidalen Gefäßsystems.

Exzitation und Emission von Indocyaningrün (ICG) liegen im nahinfraroten Bereich. Aufgrund der hohen Plasmaproteinbindung (98%) besteht im Vergleich zum Fluorescein eine geringere Leckage.

Entsprechend ihres Transmissionsverhaltens bietet die ICGA essentielle Informationen bei der Identifizierung von Sonderformen der neovaskulären AMD [Polypoidale chorioidale Vaskulopathie (PCV) oder der Retinalen angiomatösen Proliferation (RAP)] wie bei der Verifizierung entzündlicher aber auch neoplastischer Prozesse der Choroidea. Weitere hilfreiche Indikationen sind unklare Fälle einer zentralen serösen Chorioretinopathie sowie die Beurteilung von, in der Fluorescein-Angiographie durch flächige präretinale Sanguinationen blockierter Pathologien.

Vorgestellt werden Durchführung und Phasen der ICGA, die Interpretation einer sich darstellenden Hyper- bzw. Hypofluoreszenz sowie typische klinische Beispiele.