gms | German Medical Science

Annual Meeting of the Society of the Ophthalmologists of Saxony

Sächsische Augenärztliche Gesellschaft

26. - 27.11.2010, Dresden

Primäre, sekundäre und tertiäre Prävention bei okulärem Trauma

Meeting Abstract

Search Medline for

  • Wolfgang Schrader - Nürnberg, Deutschland

Sächsische Augenärztliche Gesellschaft. Jahrestagung 2010 der Sächsischen Augenärztlichen Gesellschaft. Dresden, 26.-27.11.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10sag31

DOI: 10.3205/10sag31, URN: urn:nbn:de:0183-10sag315

Published: November 24, 2010

© 2010 Schrader.
This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution License (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.en). You are free: to Share – to copy, distribute and transmit the work, provided the original author and source are credited.


Outline

Text

Etwa 10% der Patienten einer ambulanten augenärztlichen Einrichtung mit einer 24-Stunden-Versorgung stellen sich wegen der Folgen einer Augenverletzung vor. 90% aller Augenverletzungen gelten als vermeidbar. Während Anfang des 20. Jahrhunderts hauptsächlich Arbeitsunfälle für schwere Augenverletzungen verantwortlich waren, gelang es inzwischen, die meisten dieser Unfälle durch Schaffung eines geeigneten Arbeitsumfeldes zu vermeiden (primäre Prävention). Heute kommt Verletzungen beim Sport und durch (Kriegs-)Gewalt eine größere Bedeutung zu. Wenn es nicht gelingt, sich der Verletzungsgefahr durch Vermeidung der Gefahrensituation ganz zu entziehen, so kann man mit geeigneten Schutzbrillen oder Schutzschilden etwa beim Squash, beim Hockey oder beim Militär (Laserzielgeräte und -Waffen) die Verletzungsgefahr reduzieren (sekundäre Prävention). Die enormen Fortschritte in der Mikrochirurgie des Auges und ein neues Verständnis der posttraumatischen Prozesse waren die Voraussetzung für die Entwicklung chirurgischer Verfahren, die eine weit bessere funktionelle Rehabilitierung verletzter Augen ermöglichen, als dies noch vor wenigen Jahren denkbar war (tertiäre Prävention).