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82nd Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Visusverbesserung nach Exstirpation einer orbitalen vaskulären Malformation

Meeting Abstract

  • corresponding author Marc Weberpals - HNO-Klinik, Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg/Saar
  • Basel Al Kadah - HNO-Klinik, Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg/Saar
  • Adrienne Mayer - Institut für Pathologie, Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg/Saar
  • Bernhard Schick - HNO-Klinik, Universitätsklinikum des Saarlandes, Homburg/Saar

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod677

DOI: 10.3205/11hnod677, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod6771

Published: April 19, 2011

© 2011 Weberpals et al.
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Einleitung: Während akute Sehminderungen aufgrund der geringen retinalen Ischämiezeit ein sofortiges Handeln erfordern, stellt sich die Frage nach einer möglichen Sehverbesserung bei progredienter Visusminderung über einen längeren Zeitraum.

Methoden/Ergebnisse: Ein 46-jähriger Patient mit einem seit Wochen progredienten Exophthalmus und einer Visusminderung (sc 1/40) auf der rechten Seite wurde bei der Angabe von Doppelbildern beim Blick nach oben und temporal vorgestellt. Zusätzlich zu der ophthalmologischen und HNO-ärztlichen Spiegeluntersuchung wurden eine Sonographie, eine CT sowie eine MRT der Orbita durchgeführt, die rechts eine den retrobulbären Abschnitt nahezu vollständig ausfüllende stark vaskularisierte Raumforderung zeigten. Nach Abschluss der Umfelddiagnostik sahen wir von einer Probeentnahme ab und exstirpierten die Raumforderung in toto via lateraler Orbitotomie. Direkt postoperativ waren bereits keine Doppelbilder mehr vorhanden und es kam zu einer Verbesserung des Visus auf 0,3 rechts. Histologisch bestätigte sich der klinische Verdacht auf ein kavernöses Hämangiom.

Schlussfolgerung: Zusammenfassend ist festzuhalten, dass bei langsam progredientem Exopthalmus und Visusminderung eine vaskuläre Malformation als häufigster orbitaler Tumor beachtet werden muss. Die vorgestellte laterale Orbitotomie ist ein funktionell und ästhetisch wertvoller Zugang zur Orbita. Bei langsam progredientem Visusverlust sind auch nach längeren Zeitintervallen nach Entfernung eines vaskulären Orbitatumors Visusverbesserungen möglich.