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82nd Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Tumorzell- und Fibroblastenlinien als ein in vitro-Tumormodellsystem für Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinome: Wirksamkeitsanalyse von Kinaseninhibitoren in Kombination mit Bestrahlung

Meeting Abstract

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  • corresponding author Annette Affolter - HNO-Klinik der Universitätsmedizin Mainz, Mainz
  • Wolf J. Mann - HNO-Klinik der Universitätsmedizin Mainz, Mainz
  • Jürgen Brieger - HNO-Klinik der Universitätsmedizin Mainz, Mainz

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod157

DOI: 10.3205/11hnod157, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod1577

Published: April 19, 2011

© 2011 Affolter et al.
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Einleitung: Die Entstehung von Radioresistenz kann als eines der Hauptprobleme bei der Therapie von Kopf-Hals-Plattenepithelkarzinomen (HNSCC) angesehen werden. Wir konnten in Vorarbeiten zeigen, dass die bestrahlungs (IR-) induzierte Aktivierung von ERK und sukzessive VEGF verminderte Strahlensensitivität in HNSCC zur Folge hat. Um die einen Tumor aufbauenden malignen und benignen Zelltypen auf ihre Suszeptibilität hinsichtlich Bestrahlungssensibilisierung mit Kinaseninhibitoren näher zu charakterisieren, haben wir Zelllinien und Tumor- sowie Normalfibroblasten als in vitro-Modell untersucht und drei Kinaseninhibitoren auf ihre Suppressionsfähigkeit der IR-vermittelten Zellantwort getestet.

Methoden: Mittels Western Blot wurde die Expression von aktiviertem ERK bestrahlter Zellen untersucht und mit bestrahlten und zusätzlich mit Inhibitor behandelten Zellen verglichen, um das jeweilige Ansprechen zu definieren. Funktionelle Analysen wie Proliferationsassays, Colony Forming Assays und Durchflußzytometrie (FACS) wurden ergänzend durchgeführt, um das postradiogene Ansprechen der verschiedenen Linien genauer zu charakterisieren.

Ergebnisse: Unsere Daten weisen darauf hin, dass Tumorfibroblasten hinsichtlich ihrer Reaktion auf IR und Inhibition resistenter sind als Tumorzellen und Normalfibroblasten, eine Tatsache, die auf die Konditionierung dieser Zellen durch den Tumor zurückzuführen ist.

Schlussfolgerungen: Aufbauend auf diesen Ergebnissen sind weitere Untersuchungen hinsichtlich Kombinationstherapien aus Bestrahlung und Kinaseninihibitoren zur Überwindung von Strahlenresistenz erforderlich. Insbesondere die Rolle von Tumorfibroblasten im Rahmen der induzierten Resistenzbildung muss nun evaluiert werden.