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82nd Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

01.06. - 05.06.2011, Freiburg

Komplikationen der Ohrakupunktur

Meeting Abstract

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  • corresponding author Valentin Gerken - Karl-Hansen-Klinik, Bad Lippspringe
  • Andrea Blüschke - Karl-Hansen-Klinik, Bad Lippspringe
  • Benedikt Josef Folz - Karl-Hansen-Klinik, Bad Lippspringe

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Freiburg i. Br., 01.-05.06.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11hnod145

DOI: 10.3205/11hnod145, URN: urn:nbn:de:0183-11hnod1459

Published: April 19, 2011

© 2011 Gerken et al.
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Einleitung: Die Akupunktur erfreut sich als alternative Behandlungsmethode auch im HNO-Bereich stetiger Beliebtheit. Als Mikrosystem bietet sich hier die Ohrakupunktur an, hierbei können entweder wiederholte Sitzungen erfolgen oder Dauerakupunkturnadeln appliziert werden.

Methoden: Es wird über eine Serie von Patientinnen berichtet, die Komplikationen nach Ohrakupunktur erlitten.

Ergebnisse: Fallbeispiel 1: Eine 52-jährige Patientin entwickelte nach auriculärer Applikation von Dauernadeln bds. eine ca. 3 mm große Wundinfektion im Bereich der oberen Anthehelixwurzel links.

Fallbeispiel 2: Eine 40-jährige Patientin wurde nach der dritten Akupunktursitzung (mit Einmalnadeln) mit einer beginnenden Perichondritis der rechten Ohrmuschel eingewiesen. Fallbeispiel 3: Einer 59-jährigen Patientin wurden implantierbare Titan-Dauernadeln bds. im Bereich der Ohrmuscheln appliziert. Schon nach wenigen Wochen klagte die Patientin über fibromyalgische Beschwerden, deren Ursprung sie in den auriculären Fremdkörpern sah.

Schlussfolgerungen: Die oftmals propagierte Annahme, dass die Akupunktur gänzlich nebenwirkungsfrei sei, ist, wie die oben genannten Beispiele zeigen, nicht haltbar. In der Literatur sind im Weiteren Major-Komplikationen (u.a. Pneumothoraces, allergische Reaktionen und systemische Infektionen) beschrieben. Um das Risiko von Infektionen zu minimieren, ist, neben der obligatorischen Verwendung von sterilen Nadeln, hygienisches Arbeiten und die gründliche Hautdesinfektion unumgänglich. Zudem sind bei der Verwendung von Dauernadeln regelmäßige lokale Befundkontrollen erforderlich. Die Verwendung von implantierbaren Dauernadeln ist als äußerst kritisch zu betrachten, da die Lokalisation und Entfernung der Nadeln, im Falle einer Komplikation, sehr schwierig sein können.