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81st Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Vergleichende Untersuchung eines optoelektrischen sowie eines magnetoelektrischen Navigationssystems

Meeting Abstract

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  • corresponding author Achim Stegmann - HNO Erlangen, Deutschland
  • Christopher Bohr - HNO Erlangen, Deutschland
  • Jochen Wurm - HNO Erlangen, Deutschland
  • Heinrich Iro - HNO Erlangen, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod636

DOI: 10.3205/10hnod636, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod6360

Published: April 22, 2010

© 2010 Stegmann et al.
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Navigationssysteme werden mit steigender Häufigkeit in Nasennebenhöhlenchirurgie eingesetzt. Schon heute haben laut einer Publikation aus dem Jahre 2008 ca. 30 Prozent der HNO-Einrichtungen in Deutschland Zugriff auf Navigationssysteme. Die optoelektrischen Systeme sind derzeit marktführend. Während die Entwicklung von magnetoelektrischen Systemen aufgrund hoher Störanfälligkeit nahezu eingestellt worden war, sind sie heute durch die technische Weiterentwicklung möglicherweise wieder konkurrenzfähig geworden.

Eine verleichende Untersuchung eines optoelektischen Systems (Kolibri ENT der Firma Brainlab) mit einem magnetoelektrischen System (SP Point ENT der Firma Solution Pool) an einem jeweils zehnköpfigen Patientenkollektiv soll Aufschluss über die Vor- und Nachteile der beiden Systeme geben. Ausgewertet wurde dabei Integrierbarkeit in das chirurgische Umfeld, Anwenderfreundlichkeit, Zeitaufwand sowie Genauigkeit.

Beide Systeme führen zu einer Verlängerung der präoperativen Vorbereitungszeit. Durch die Integration des magnetoelektrischen Systems in den Endoskopieturm ist dieses hinsichtlich der Integrierbarkeit in das chirurgische Umfeld dem optoelektrischen System überlegen. Im Bereich der Anwenderfreundlichkeit und Software dominiert hingegen das System der Firma Brainlab. Ein Unterschied bezüglich der Genauigkeit ist nicht festzustellen.

Integrationsfähigkeit, kurze Aufbauzeit und einfache Handhabung sprechen für das magnetoelektrische System. Zahlreiche Features wie beispielsweise Image-Fusion, Eraser und eine hohe Stabilität sind die Vorzüge des optoelektrischen Systems. Das in der Studie verwendete magnetoelektrische System stellt eine sehr gute Alternative zu den etablierten optoelektrischen Systemen dar.