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81st Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Extrakranielle Meningiome der Stirnhöhle

Meeting Abstract

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  • Karin Spiegel - HNO-Klinik Jena, Deutschland
  • Michael Gajda - Institut für Pathologie, Jena, Deutschland
  • Sven Kosicelny - HNO-Klinik Jena, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod634

DOI: 10.3205/10hnod634, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod6347

Published: April 22, 2010

© 2010 Spiegel et al.
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Die häufigste Ursache einer Verschattung der Stirnhöhle sind akute oder chronische Entzündungen. Tumoren dieser Region sind selten und häufig maligne.

Wir berichten über 2 adulte Patienten, die sich mit einer einseitigen, schmerzlosen, langsam wachsenden Schwellung des medialen Augenwinkels vorstellten. Sonst waren die Patienten beschwerdefrei. Die CT-Aufnahmen zeigten in beiden Fällen eine einseitige, weichteildichte Verschattung der Stirnhöhle mit Verdrängung der Knochenstrukturen des Stirnhöhlenbodens und eine intakte Stirnhöhlenhinterwand. Bei beiden Patienten erfolgte eine operative Stirnhöhleneröffnung über einen Kilianschen Schnitt, wobei sich überraschend ein Tumor der Stirnhöhle fand, der zunächst nur biopsiert wurde. Histologisch handelte sich jeweils um ein Meningiom der Stirnhöhle. Zweizeitig erfolgte wegen der möglicherweise notwendigen Knochenresektionen die präoperative Anfertigung eines Keramikimplantates aus dem CT-Datensatz.

Die Resektion erfolgte über einen bikoronaren Schnitt unter Resektion der Stirnhöhlenvorderwand und der infiltrierten Anteile des Os frontale. In beiden Fällen fand sich auch intra operationem eine intakte Stirnhöhlenhinterwand. Nach intraoperativer Anpassung des Bioveritimplantates an den Resektionssitus konnte eine problemlose knöcherne Rekonstruktion erfolgen. Die endgültige histologische Untersuchung bestätigte in beiden Fällen ein extrakranielles squamöses Meningiom. Die Resektion erfolgte in sano. Beide Patienten sind bislang nach jeweils 120 und 7 Monaten Nachsorge mit einem guten ästhetischen Ergebnis tumorfrei.