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81st Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Petasites hybridus Extrakt Ze339 verkürzt signifikant die Restitutionszeit der nasalen Obstruktion nach unilateraler Allergenprovokation in Patienten mit allergischer Rhinitis

Meeting Abstract

  • corresponding author Simone Hindersin - HNO-Klinik der Universitätsklinik Düsseldorf, Deutschland
  • Adam Chaker - HNO-Klinik der Universitätsklinik Düsseldorf, Deutschland
  • Martin Wagenmann - HNO-Klinik der Universitätsklinik Düsseldorf, Deutschland
  • Carsten Schmidt-Weber - Imperial College, London, Großbritannien
  • Jörg Schipper - HNO-Klinik der Universitätsklinik Düsseldorf, Deutschland
  • Kathrin Scheckenbach - HNO-Klinik der Universitätsklinik Düsseldorf, Deutschland
  • Thomas Klenzner - HNO-Klinik der Universitätsklinik Düsseldorf, Deutschland
  • Catherine Zahner - HNO-Universitätsklinik Essen, Deutschland; Romanshorn, Schweiz
  • Mohamed Shamji - Imperial College, London, Großbritannien
  • Alina Florentina Dumitru - Imperial College, London, Großbritannien

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod588

DOI: 10.3205/10hnod588, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod5884

Published: April 22, 2010

© 2010 Hindersin et al.
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Hintergrund: Ze339 (IG-RD-001) ist ein CO2-Extrakt von Petasites hybridus. Seine Wirksamkeit bei allergischer Rhinitis wurde bereits in kontrollierten randomisierten klinischen Studien untersucht. In vitro zeigte sich eine verminderte Mediatorfreisetzung durch Eosinophile und eine Hemmung der Leukotriensynthese. Fragestellung: Standardisierte Symptomuntersuchung und Messung der Mediatorprofile im Nasensekret unter Behandlung mit Ze339, Desloratadin und Placebo nach unilateraler nasaler Allergenprovokation.

Methoden: 18 sonst gesunde Probanden mit klinisch relevanter allergischer Rhinitis gegen Gräserpollen erhielten in einem doppelblinden, prospektiv-randomisierten cross-over Schema Ze339, Desloratadin und Placebo für 5 Tage außerhalb der Allergiesaison mit folgender unilateraler nasaler Allergenprovokation. Hierbei wurden eine anteriore Rhinomanometrie, eine standardisierte Symptomabfrage und eine Analyse der Mediatoren im Nasensekret durchgeführt.

Ergebnisse: Ze339 verbesserte die Restitutionszeit der nasalen Obstruktion nach unilateraler Allergenprovokation signifikant besser als Desloratadin und Placebo, sowohl in der Rhinomanometrie als auch in den standardisierten Symptomscores. Desloratadin zeigte in Bezug auf die nasale Obstruktion keine signifikante Verbesserung gegenüber Placebo. Im Nasensekret erreichte Ze339 eine signifikante Reduktion von IL-8 und LTB4 im Vergleich zu Desloratadin (p=0,030 und p=0,027) und zu Placebo (p=0,058; p=0,039).

Schlussfolgerung: Ze339 stellt eine effektive Behandlung in diesem Modell einer einmaligen nasalen Allergenprovokation im Vergleich zu Placebo und Desloratadin dar und ist in Bezug auf das Symptom nasale Obstruktion überlegen. Es stellt daher einen möglichen neuen Therapiebaustein in der allergischen Rhinitis dar.