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81st Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Seitenunterschiede im Riechvermögen

Meeting Abstract

  • corresponding author Volker Gudziol - Universitäts-HNO-Klinik, Dresden, Deutschland
  • Bettina Hauswald - Universitäts-HNO-Klinik, Dresden, Deutschland
  • Thomas Zahnert - Universitäts-HNO-Klinik, Dresden, Deutschland
  • Thomas Hummel - Universitäts-HNO-Klinik, Dresden, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod582

DOI: 10.3205/10hnod582, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod5822

Published: April 22, 2010

© 2010 Gudziol et al.
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Riechtests werden typischerweise birhinal durchgeführt. Dadurch können unilaterale Riechstörungen verborgen bleiben.

Ziel der Studie war es Seitenunterschiede im Identifikationstest bei Gesunden, bei Patienten mit chronischer Rhinosinusitis und bei Patienten mit einem Tumor der Nasenhaupthöhle oder der Nasennebenhöhlen zu untersuchen.

Das Riechvermögen wurde bei 479 Gesunden, bei 765 Patienten mit chronischer Rhinosinusitis und bei 53 Patienten mit einem Tumor mithilfe des 12er Identifikationstest der Sniffin`Sticks seitengetrennt untersucht. Zusätzlich beurteilten die Untersuchten ihr Riechvermögen als „komplett verloren“, „schlecht“, „normal“, „gut“ oder „ausgezeichnet“.

15% der Gesunden zeigten Seitenunterschiede von mindestens 25% im Identifikationstest. Dabei gab es keine Unterschiede hinsichtlich der rechten oder linken Nasenseite. Ältere gesunde Studienteilnehmer boten ausgebildetere Seitenunterschiede als jüngere (r479=0,11, P= 0,016). Sowohl Patienten mit chronischer Rhinosinusitis als auch mit einem Tumor zeigten ausgeprägtere Seitenunterschiede als gesunde Studienteilnehmer. Nur 20% von Patienten mit einem Tumor beklagten eine Riechminderung. Hingegen zeigten 75% von ihnen Defizite im Riechtest.

Seitenunterschiede im Identifikationstest von mehr als 25% sollten Anlass zur weiteren Diagnostik geben, um z.B. einen Tumor als Ursache der einseitigen Riechminderung auszuschließen.