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81st Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Einfluss der saisonalen und perennialen allergischen Rhinitis auf das Riechvermögen

Meeting Abstract

  • corresponding author Moritz Gröger - Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde der LMU, München, Deutschland
  • Sven Becker - Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde der LMU, München, Deutschland
  • Claus Pflugbeil - Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde der LMU, München, Deutschland
  • Matthias Kramer - Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde der LMU, München, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod580

DOI: 10.3205/10hnod580, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod5805

Published: April 22, 2010

© 2010 Gröger et al.
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Einleitung: Einschränkungen des Riechvermögens sind ein häufiges Symptom von Patienten mit saisonaler oder perennialer allergischer Rhinitis. Trotzdem ist bisher wenig über die zugrundeliegenden Mechanismen bekannt. Ziel der Studie war es die Riechfunktion von Patienten mit saisonaler oder perennialer allergischer Rhinitis zu untersuchen und diese mit im Nasensekret gemessenen Parametern in Beziehung zu setzen.

Methoden: Hierzu wurden Patienten mit saisonaler oder perennialer allergischer Rhinitis sowie eine Kontrollgruppe mittels Sniffin Sticks untersucht. Allen Studienteilnehmern wurde Nasensekret entnommen und darin ECP und Tryptase bestimmt. Darüber hinaus wurde eine Rhinomanometrie durchgeführt.

Ergebnisse: Bisher wurden 30 Patienten in die Untersuchung eingeschlossen. Sowohl die saisonalen (n=10, SDI-Score: 34,9) als auch die perennialen (n=9, SDI-Score: 35,4) Allergiker zeigten signifikant schlechtere Ergebnisse (p<0,05) im Sniffin Sticks Test im Vergleich zur Kontrollgruppe (n=11, SDI-Score: 39,5). Die Nasensekretanalyse ergab signifikant (p<0.05) gesteigerte Tryptasewerte sowohl für die saisonalen (15,0 µg/l) als auch für die perennialen (14,1 µg/l) Allergiker im Vergleich zur Kontrolle (4,0 µg/l). Zu einer signifikanten Verringerung des nasalen Volumenflusses kam es dagegen nicht.

Schlussfolgerung: Einschränkungen des Riechvermögens sowohl der saisonalen als auch der perennialen allergischen Rhinitiker waren in den bisherigen Untersuchungen auf eine erhöhte Mastzellaktivierung, die mittels Tryptasemessung im Nasensekret bestimmt wurde, zurückzuführen. Die Reduktion des Riechvermögens scheint also vor allem auf die Entzündungsreaktion in der Nasenschleimhaut und weniger auf eine alleinige Obstruktion der Nase zurückzuführen zu sein.