gms | German Medical Science

81st Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Indocyanin (ICG)-Videoangiografie in der rekonstruktiven Chirurgie

Meeting Abstract

  • corresponding author Erik Wessolleck - Medizinische Hochschule Hannover, Deutschland
  • Martin Leinung - Medizinische Hochschule Hannover, Deutschland
  • Thomas Lenarz - Medizinische Hochschule Hannover, Deutschland
  • Martin Stieve - Medizinische Hochschule Hannover, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod529

DOI: 10.3205/10hnod529, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod5290

Published: April 22, 2010

© 2010 Wessolleck et al.
This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution License (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.en). You are free: to Share – to copy, distribute and transmit the work, provided the original author and source are credited.


Outline

Text

Einleitung: Hochauflösende bildgebende Verfahren, wie CT und MRT, haben dazu beigetragen die präoperative Diagnostik und Operationsplanung erheblich zu verbessern. Intraoperativ bietet die Indocyanin (ICG)-Videoangiografie die Möglichkeit Perfusion und Vaskularisation zu visualisieren. Insbesondere bei freien Lappenplastiken können diese Informationen zur Beurteilung der Suffizienz mikrovaskulärer Anastomosen genutzt werden.

Methode: Indocyaningrün ist ein fluoreszierender Farbstoff zur intravenösen Applikation, der selektiv an Plasmaproteine bindet und ausschließlich intravasal verbleibt. Die intraoperative Fluoreszenz von ICG wurde mit Hilfe des Operationsmikroskops „Pentero“ der Firma Zeiss aufgezeichnet. Zur Auswahl kamen insgesamt 22 Patienten bei denen ein Gewebetransfer in Form von Radialislappen (8), Latissimus dorsi Lappen (5) und Pectoralis Lappen (9) durchgeführt wurde.

Ergebnisse: Bei allen Patienten gelang die intraoperative Darstellung des arteriellen und venösen Blutflusses über die Gefäßanastomosen bei freier Lappenplastik. Nach erfolgtem Einnähen des Lappens in den Gewebedefekt konnte die Lappenperfusion mittels ICG kontrolliert werden. Bei 21 von 22 Patienten war der Lappen auch 10 Tage nach Implantation vital. Bei einem Patienten musste ein Pectoralislappen durch eine Latissimus dorsi Lappen ersetzt werden.

Schlussfolgerung: Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass die ICG-Videoangiografie hilfreich sein kann zur intraoperativen Beurteilung der Anastomosensuffizienz von freien Lappenplastiken und dass sie eine geeignete Methode darstellt zum intraoperativen Monitoring der Lappenperfusion.