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81st Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

12.05. - 16.05.2010, Wiesbaden

Die gleichzeitige Durchführung der funktionell-endoskopischen NNH-Chirurgie (FESS) und der Rhinoseptumplastik (RSP) – Risiko oder Chance?

Meeting Abstract

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  • corresponding author Andreas Dacho - Klinik für Plastische Chirurgie, Essen, Deutschland
  • Rainer Rupprecht - Klinik für Plastische Chirurgie, Essen, Deutschland
  • Michael Bromba - Klinik für Plastische Chirurgie, Essen, Deutschland

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 81. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Wiesbaden, 12.-16.05.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10hnod508

DOI: 10.3205/10hnod508, URN: urn:nbn:de:0183-10hnod5089

Published: April 22, 2010

© 2010 Dacho et al.
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Einleitung: Immer wieder werden Bedenken hinsichtlich eines erhöhten operativen Risikos und zusätzlicher Komplikationen bei gleichzeitig durchgeführter FESS und RSP geäußert. Ziel dieser Studie war es die Sicherheit und die postoperativen Ergebnisse der simultan durchgeführten Eingriffe zu analysieren.

Methoden: Innerhalb von acht Monaten wurden 22 Patienten (4 Männer und 18 Frauen) mit einem Durchschnittsalter von 27 Jahren gleichzeitig durch eine FESS und RSP behandelt. Es wurden 15 offene und 2 geschlossene RSP und fünf Revisions-RSP durchgeführt. Hierbei wurden gleichzeitig 14 Kieferhöhlenfensterungen, vier Infundibulotomien, drei Pansinus-Ops, sowie eine Pansinusrevision operiert. Diese Patienten wurden im Follow-up bis zur dritten Woche postoperativ und dann im Schnitt nach neun Monaten kontrolliert. Hierbei wurden die veränderte NNH-Symptomatik, die Nasenluftpassage und das kosmetische Ergebnis der äußeren Nase unter Berücksichtigung der verschieden angewandten OP-Techniken untersucht.

Ergebnisse: Kein Patient zeigte eine Rhinoliquorrhoe, Epistaxis, orbitale Komplikation, Cellulitis, Septumperforation, Schief- oder Sattelnase. Es gab keine erhöhten Infektionsraten unter der perioperativen Antibiotikaabdeckung. Bei zwei Patienten mussten endonasale Synechien nach sechs Monaten durchtrennt werden. Alle Patienten zeigten eine verbesserte NNH-Symptomatik, keine behinderte Nasenluftpassage und waren bei der Abschlussuntersuchung mit dem Ergebnis der äußeren Nase zufrieden.

Schlussfolgerungen: Die zugleich durchgeführte FESS in Kombination mit einer RSP stellt kein erhöhtes Risiko für die Patienten dar, kann sicher mit guten Ergebnissen in beiden OP-Bereichen durchgeführt werden und ist kosteneffizient.