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80th Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Eine angeborene atlantoaxiale Fehlbildung als seltene Ursache für Dysphagie und Ronchopathie

Meeting Abstract

  • corresponding author Christoph Bethge - Klinikum Ernst von Bergmann/ HNO, Potsdam
  • C. Westphalen - Klinikum Ernst von Bergmann/ Radiologie, Potsdam
  • Markus Jungehülsing - Klinikum Ernst von Bergmann/ HNO, Potsdam

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod628

DOI: 10.3205/09hnod628, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod6287

Published: April 17, 2009

© 2009 Bethge et al.
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Text

Einleitung: Angeborene Fehlbildungen des Atlas stellen sehr seltene Normvarianten dar. Knöcherne Auswüchse, Osteophyten, Spaltbildungen und Aplasien können als degenerative Erkrankungen fehlinterpretiert werden und sind selten klinisch relevant.

Patient: Der 59 jährige Patient stellte sich wegen intermittierender Dysphagien und gelegentlichem Schnarchen vor. In der Untersuchung zeigte sich eine knochenharte indolente Raumforderung im Bereich der Pharynxhinterwand mit Kontakt zur Uvula.

Diagnostik: In der Computertomographie und dem MRT der Halswirbelsäule stellte sich ein akzessorischer Knochen im Bereich des Atlas mit gelenkiger Verbindung zum Dens axis und dem vorderen Atlasbogen dar. Weiterhin bestand durch die knöcherne Raumforderung Kontakt zwischen der hinteren Pharynxwand und der Uvula.

Schlussfolgerung: Die meisten angeborenen Fehlbildungen im Bereich des Atlas werden zufällig bei Patienten ohne wesentliche klinische Beschwerden in der radiologischen Bildgebung diagnostiziert. Häufiger handelt es sich dabei um Veränderungen im hinteren, selten im Bereich des vorderen Atlasbogens, die aber insgesamt als Rarität bezeichnet werden können. Bisher sind solche Veränderungen als Ursache von intermittierenden Dysphagien mit Ronchopathie in der Literatur kaum beschrieben.