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80th Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Cepstral Peak Prominence und Dysphonia Severity Index für die Evaluation der Gesamtheiserkeit

Meeting Abstract

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  • corresponding author Matthias Echternach - Institut für Musikermedizin, Uniklinik Freiburg, Freiburg
  • Bernhard Richter - Institut für Musikermedizin, Uniklinik Freiburg, Freiburg

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod520

DOI: 10.3205/09hnod520, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod5202

Published: April 17, 2009

© 2009 Echternach et al.
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Einleitung: Als Maß für die Gesamtheiserkeit wird der Dysphonia Severity Index (DSI) vorgeschlagen. Auch die Cepstral Peak Prominence (CPP) soll ein Maß für die Gesamtheiserkeit darstellen.

Material und Methoden: In dieser Studie wurden die CPP und der DSI bei 263 Patienten bestimmt und sowohl mit den Werten des RBH-Schemas als auch mit dem Voice Handicap Index (VHI) verglichen. Da die Jitterbestimmung – und damit auch der DSI-Wert – aperiodischer Stimmsignale unsicher ist, wurden 19 Patienten mit aperiodischen Stimmsignalen für den Vergleich von DSI und CPP ausgeschlossen.

Ergebnisse: Bei den verbleibenden 244 Patienten mit periodischem Stimmsignal zeigten sowohl der DSI als auch die CPP signifikante Korrelationen mit der Gesamtheiserkeit (p < 0,001, R=-0,60 für den DSI und R=-0,42 für die CPP) bzw. mit dem VHI (p < 0,001, R=-0,35 für den DSI und R=-0,36 für die CPP). Bei den 19 Patienten mit aperiodischem Stimmsignal war eine hohe Korrelation der CPP mit der Gesamtheiserkeit nachweisbar (p < 0,01, R=-0,67). Dieses kann als Anhalt dafür gewertet werden, dass auch bei aperiodischen Stimmsignalen die CPP valide Werte liefert.

Schlussfolgerung: Sowohl der DSI als auch die CPP reflektieren bei periodischen Stimmsignalen die Gesamtheiserkeit, wobei hierbei der DSI einen höheren Korrelationskoeffizienten aufweist. Da allerdings die DSI-Bestimmung bei aperiodischen Signalen als nicht valide anzusehen ist, scheint der Vorteil der CPP-Messung gerade im Bereich aperiodischer Stimmsignale zu liegen.