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80th Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Der Einfluss einer Radio-Chemotherapie auf immuntherapeutisch relevante Zellen

Meeting Abstract

  • corresponding author Patrick Schuler - Univ. HNO-Klinik, Essen
  • R. Sorg - Inst. f. Transplantationsdiagnostik u. Zelltherapeutika, Düsseldorf
  • V. Börger - Inst. f. Transplantationsdiagnostik u. Zelltherapeutika, Düsseldorf
  • D. Habermehl - Inst. für Klinik für Strahlentherapie, Düsseldorf
  • E. Bölke - Inst. für Klinik für Strahlentherapie, Düsseldorf
  • J. Greve - Univ. HNO-Klinik, Düsseldorf
  • J. Schipper - Univ. HNO-Klinik, Düsseldorf
  • T. K. Hoffmann - Univ. HNO-Klinik, Essen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod484

DOI: 10.3205/09hnod484, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod4849

Published: April 17, 2009

© 2009 Schuler et al.
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In Vorbereitung auf eine geplante Radio-Chemo-Immuntherapie für Patienten mit fortgeschrittenen Plattenepithelkarzinomen des Kopf-Hals-Bereichs wurde in der vorliegenden Studie der Einfluss einer Radio-Chemotherapie (RCT – perkutan bis 64 Gy, 5-FU + Mitomycin / Cisplatin) auf immuntherapeutisch relevante Zellpopulationen untersucht.

Zum einen wurden mittels Durchflusszytometrie (Sorting) angereicherte Monozyten (CD14+) ex-vivo zu unreifen Dendritischen Zellen (DC) differenziert (n=9). Unreife DC’s sind in der Lage, Tumorantigene aufzunehmen und nach Ausreifung dem körpereigenen Immunsystem effektiv zu präsentieren. Weiterhin wurde der Einfluss einer RCT auf die Anzahl der immunsuppressiven regulatorischen T-Zellen (Tregs) und der wichtigen T-Helfer-(CD4+) und Effektor- (CD8+)-zellen bestimmt.

Die Ergebnisse zeigen vor RCT eine Monozytenzahl im Normalbereich, welche eine DC-basierte Vakzine-Herstellung ermöglicht (85,3 +/- 3,2%). Auch die ex-vivo Differenzierung zu unreifen DC’s war erfolgreich, was durch den Verlust des CD14-Markers erkennbar ist (16,3 +/- 9%).

Die Untersuchung der Lymphozyten vor und nach Radio-Chemotherapie zeigte zu Beginn eine Lymphopenie mit Betonung der CD4+ T-Zellen. Die Anzahl der Tregs war negativ korreliert mit dem Allgemeinzustand der Patienten und zeigte unter RCT eine abnehmende Tendenz. Die CD4- und CD8-positiven Zellen blieben im Verlauf numerisch stabil.

Da die Erfolgsaussichten einer therapeutischen Impfung u.a. von einer geringen Treg-Zahl abhängen, ist die Vakzine-Applikation in der zweiten Hälfte einer RCT denkbar. Diese Erkenntnisse dienen der Entwicklung eines optimierten Protokolls einer Radio-Chemo-Immuntherapie für Patienten mit fortgeschrittenen Plattenepithelkarzinomen.