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80th Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Flachdetektor-Volumen-CT (DYNA-CT) zur Therapiekontrolle der lokalen Tumortherapie mit Magnetischem Drug Targeting

Meeting Abstract

  • corresponding author Christoph Alexiou - HNO-Klinik Erlangen, Erlangen
  • Stefan Lyer - HNO-Klinik Erlangen, Erlangen
  • Rainer Tietze - HNO-Klinik Erlangen, Erlangen
  • Roland Jurgons - HNO-Klinik Erlangen, Erlangen
  • Eveline Schreiber - HNO-Klinik Erlangen, Erlangen
  • Tobias Engelhorn - Abteilung für Neuroradiologie, Erlangen
  • Arnd Dörfler - Abteilung für Neuroradiologie, Erlangen
  • Tobias Struffert - Abteilung für Neuroradiologie, Erlangen

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod401

DOI: 10.3205/09hnod401, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod4011

Published: April 17, 2009

© 2009 Alexiou et al.
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Ziel des Magnetischen Drug Targetings (MDT) ist es, die Dosis in der Tumorregion zu erhöhen und gleichzeitig die Gesamtdosis zu verringern, um so eine wirksamere und nebenwirkungsarme Therapie zu erreichen. Dazu werden Chemotherapeutika, die an magnetische Nanopartikel gebunden sind, intraarteriell appliziert und durch ein externes Magnetfeld im Tumorareal angereichert. Ein wichtiger Faktor bei dieser Art der Therapie ist die Vaskularisierung der Tumore. In dieser Pilotstudie wurden am experimentellen Tumormodell die Tumorvaskularisation und Tumorgröße vor und nach MDT mit der Flachdetektor-Volumen-CT ermittelt.Bei VX2-tumortragenden Kaninchen (n=5) wurden Mitoxantrongekoppelte Nanopartikel in die A. femoralis tumornah injiziert. Die Tumore wurden mit 10% der üblichen systemischen Mitoxantrondosis behandelt. Die Nanopartikel wurden durch ein fokussiertes elektromagnetisches Feld im Tumorareal angereichert und deren Vaskularisation/Größe vor und nach MDT mittels Rotationsangiographie und Flachdetektor-Volumen-CT(DYNA-CT,Siemens Healthcare) und einem handelsüblichen Kontrastmittel dargestellt. Mittels DYNA-CT konnte die Tumorgröße exakt erfasst und die Tumorvaskularisation in hervorragender Auflösung abgebildet werden.10 bis 16 Wochen nach der Behandlung durch MDT konnten komplette Tumorremissionen erzielt werden. Die hochaufgelöste Angiographie zeigte dabei eine reguläre Vaskularisation ohne verbliebene Tumorgefäße. MDT führt nach einer Applikation mit einer gegenüber der üblichen Chemotherapeutika-menge deutlich reduzierten Dosis zu kompletten Tumorremissionen. Durch die Möglichkeit der simultanen hochaufgelösten Darstellung der Gefäß- und Schnittbildanatomie eignet sich die Flachdetektor-Volumen-CT dabei hervorragend zum Therapiemonitoring.

Unterstützt durch: DFG AL 552/3-1 und Wilhlem Sander Stiftung, München (2006.084.1)