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80th Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Langzeittoxizität der Intensitätsmodulierten Brachytherapie in der organerhaltenden Behandlung von Tumoren der Orbita bzw. mit orbitaler Beteiligung

Meeting Abstract

  • corresponding author Jens E. Meyer - HNO-Universitätsklinik Lübeck, Lübeck
  • Rainer Strege - Klinik für Neurochirurgie, Campus Kiel, Kiel
  • György Kovács - Sektion für Interdisziplinäre Brachytherapie, Campus Lübeck, Lübeck
  • Philip Lamcke - Augenklinik Bellevue, Kiel
  • Steffen Maune - Klinik für HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Krankenhaus Köln-Holweide, Köln
  • Detlef Holland - Augenklinik Bellevue, Kiel
  • Thomas Eichmann - Klinik für Neurochirurgie, Campus Kiel, Kiel
  • Barbara Wollenberg - Klinik für HNO-Heilkunde und plastische Operationen, Campus Lübeck, Lübeck
  • Maximilian H. Mehdorn - Klinik für Neurochirurgie, Campus Kiel, Kiel

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod361

DOI: 10.3205/09hnod361, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod3614

Published: April 17, 2009

© 2009 Meyer et al.
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Einleitung: Die Spätnebenwirkungen und die funktionellen Therapieergebnisse der perioperativen Intensitätsmodulierten Brachytherapie (IMBT) bei Patienten mit therapierefraktären orbitalen Tumoren oder Tumoren mit orbitaler Infiltration sollten untersucht werden.

Methoden: Seit 1993 werden am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein Patienten mit einem Rezidiv eines orbitalen Rhabdomyosarkoms und Tumoren mit Orbitainfiltration mit einer interdisziplinären, funktionserhaltenden, in den meisten Fällen R1-Tumorresektion und einer perioperativen IMBT behandelt. Es wurden die Verträglichkeit und das funktionelle Ergebnis untersucht.

Ergebnisse: Siebenundzwanzig Patienten wurden insgesamt behandelt. Die Mehrzahl der Fälle waren Rhabdomyosarkome, Plattenepithelkarzinome und Adenokarzinome. Fünfzehn der behandelten Fälle waren Kinder im mittleren Alter von 6,5 Jahren. In nur 3 Fällen wurde eine R0 Resektion durchgeführt. In 14 Fällen fand sich kein Tumor, 5 Patienten starben an einem lokalen Rezidiv, 7 an Fernmetastasen und 1 an einer tumorunabhängigen Diagnose. In allen Fällen konnte das Auge mit zumeist unverändertem Visus und in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle gutem, kosmetischem Ergebnis erhalten werden, lediglich 1 Patient mußte sekundär bei einem Rezidiv exenteriert werden. Es wurde weder eine akute noch späte Strahlentoxizität Grad III, IV oder V beobachtet.

Schlussfolgerungen: Diese interdisziplinäre, individuell-zugeschnittene Therapie mit dem Erhalt der Funktion des Auges erwies sich als gute, nebenwirkungsarme Behandlungsoption in Fällen therapierefraktärer orbitaler Tumore. Sie ermöglicht sowohl eine Verbesserung der lokalen Tumorkontrolle als auch den Erhalt der Lebensqualität der Patienten.