gms | German Medical Science

80th Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Primär extranodale Non-Hodgkin-Lymphome der Nasenhaupt- und Nasennebenhöhle

Meeting Abstract

Search Medline for

  • corresponding author Alexander Blödow - Klinik für HNO, Kopf-, Halschirurgie und Kommunikationstörung, Berlin
  • Steffi Semmler - Klinik für HNO, Kopf-, Halschirurgie und Kommunikationstörung, Berlin
  • Marc Bloching - Klinik für HNO, Kopf-, Halschirurgie und Kommunikationstörung, Berlin

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod328

DOI: 10.3205/09hnod328, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod3284

Published: April 17, 2009

© 2009 Blödow et al.
This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution License (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.en). You are free: to Share – to copy, distribute and transmit the work, provided the original author and source are credited.


Outline

Text

Einleitung: Primäre Non-Hodgkin-Lymphome (NHL) der Nasen- und Nasennebenhöhle sind seltene Neoplasien. Unter allen NHL machen sie ca. 0,1–2% und unter allen Neoplasien der sinunasalen Region ca. 6% aus. Morphologisch und radiologisch sind sie nur schwer von anderen malignen oder nicht-neoplastischen Prozessen zu unterscheiden.

Material und Methode: Anhand von Falldarstellungen werden Anamnese und klinische Symptomatik bei sinunasalen B-Zell, T-Zell-und n/k-T-Zell-Lymphomen analysiert und neben der notwendigen radiologischen und histopathologischen Diagnostik verschiedene Therapieschemata untersucht.

Ergebnisse: In den vorliegenden Fällen handelte es sich vorwiegend um isolierte NHL der Nasenhaupt- und –nebenhöhle. Beide Geschlechter waren gleich häufig mit einem Altersgipfel von 50–70 Jahren betroffen. Die klinische Symptomatik und radiologische Zeichen geben selten relevante Hinweise auf die Diagnose eines NHL. Der Sinus maxillaris war am häufigsten befallen. Neben einer multimodalen Chemotherapie inklusive intrathekaler Applikation hat sich die lokoregionäre Bestrahlung bewährt.

Schlussfolgerungen: Die Prognose der sinunasalen NHL ist abhängig von früher Diagnosestellung und adäquater Therapie. Die immunhistochemische Phänotypisierung ist dabei von essentieller Bedeutung.