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80th Annual Meeting of the German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

German Society of Oto-Rhino-Laryngology, Head and Neck Surgery

20.05. - 24.05.2009, Rostock

Arterio-venöse Durafistel – eine wichtige Differentialdiagnose bei pulssynchronem Tinnitus

Meeting Abstract

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  • corresponding author Tobias Waller - Klinikum Darmstadt, Darmstadt
  • Ingo Ott - Klinikum Darmstadt, Darmstadt
  • Peter Stöter - Univ.-Klinikum Mainz, Mainz
  • Gerald Baier - Klinikum Darmstadt, Darmstadt

Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. 80. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie. Rostock, 20.-24.05.2009. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2009. Doc09hnod190

DOI: 10.3205/09hnod190, URN: urn:nbn:de:0183-09hnod1906

Published: April 17, 2009

© 2009 Waller et al.
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Einleitung: Bei objektivierbarem pulssynchronem Tinnitus ist differentialdiagnostisch an Gefäßprozesse am Felsenbein zu denken. Anhand eines Fallbeispieles sollen Diagnostik und Therapie einer arterio-venösen Durafistel vorgestellt werden.

Kasuistik: Eine 28-jährige Patientin stellte sich mit einem pulssynchronen Ohrgeräusch auf dem rechten Ohr in unserer Ambulanz vor. Zusätzlich klagte die Patientin über rechtsbetonte Kopfschmerzen, die erstmals nach körperlicher Anstrengung auftraten. Bei der körperlichen Untersuchung zeigte sich retroaurikulär eine sichtbare Pulsation mit stethoskopisch hörbarem Strömungsgeräusch. In der MRT-Angiographie stellte sich eine durale AV-Fistel im Bereich des Sinus sigmoideus dar. Nach zunächst diagnostischer Angiographie konnte mit zwei weiteren interventionellen Angiographien eine vollständige Okklusion der zuführenden Gefäße erreicht werden. Nach Abschluss dieser Therapie sistierten der Tinnitus und die Kopfschmerzen.

Diskussion: Ein pulssynchroner Tinnitus erfordert unter anderem eine umfassende neuroradiologische Diagnostik. Die Indikation zur interventionellen Angiographie mit Embolisation ist zum einen bei hohem Leidensdruck des Patienten und zum anderen bei haemodynamisch relevanter Malformation mit erhöhtem Risiko einer intrakraniellen Blutung gegeben.