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MAINZ//2011: 56. GMDS-Jahrestagung und 6. DGEpi-Jahrestagung

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e. V.
Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie e. V.

26. - 29.09.2011 in Mainz

Elektronisch basiertes System zur Dokumentation von Wunden und Zugängen

Meeting Abstract

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  • Ljudmila Mursina - Technische Hochschule Mittelhessen, Gießen
  • Silvio Ruis - Technische Hochschule Mittelhessen, Gießen
  • Henning Schneider - Technische Hochschule Mittelhessen, Gießen

Mainz//2011. 56. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (gmds), 6. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie (DGEpi). Mainz, 26.-29.09.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11gmds472

DOI: 10.3205/11gmds472, URN: urn:nbn:de:0183-11gmds4720

Published: September 20, 2011

© 2011 Mursina et al.
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Einleitung/Hintergrund: Eine lückenlose und zuverlässige Pflegedokumentation von Wunden und Zugängen fördert den Behandlungserfolg. Dabei werden alle Beobachtungsmerkmale mittels spezieller Formulare erfasst, die in den meisten Fällen als Bögen zum handschriftlichen Ausfüllen vorliegen. Das sorgfältige Dokumentieren von Wund- und Zugängen-Status nimmt somit viel Zeit in Anspruch. Eine Entlastung von der Dokumentation solcher Art kann durch den Einsatz eines elektronisch basierten Systems erreicht werden.

Material und Methoden: Eine bestehende webbasierte elektronische Pflegedokumentation auf ASP.NET Basis soll im Rahmen eines Projekts um ein Modul zur Dokumentation von Wunden und Zugängen erweitert werden. Dabei soll die Visualisierung von Eingabedaten im Vordergrund stehen, damit das Erfassen von Wund- und Zugängen-Status schnell und intuitiv stattfinden kann.

Ergebnisse: In dem Modul für die Dokumentation von Wunden und Zugängen wird ein Standardpatient grafisch dargestellt. Die Wunden bzw. Zugänge werden mittels Icons abgebildet. Für die verschiedenen Wund- und Zugangsarten stehen verschiedene Icons zur Verfügung, die in einer Legende beschrieben sind. Bei den Wunden ist es möglich ein Bild der Wunde zusätzlich hinzuzufügen. Ein Symbol, das eine Wunde oder ein Zugang repräsentiert, kann auf einer korrespondierenden Stelle auf dem Körper des grafisch dargestellten Standardpatienten platziert werden. Somit kann auch der Ort der Wunde oder des Zugangs wahrheitsgetreu visuell dokumentiert werden.

Das entwickelte Modul ist so aufgebaut, das man beim Anlegen einer neuen Patientendokumentation aus der elektronischen Pflegekurve heraus auf eine neue Seite weitergeleitet wird, wo man alle notwendigen Angaben zu Wund- und Zugängen-Status vornehmen kann. Diese Informationen werden dann Patientenbezogen gespeichert. Nach dem Anlegen einer neuen Dokumentation wird die Pflegekurve erneut angezeigt, wo die bereits Dokumentierten Wunden und Zugänge angesehen werden können. Hierbei werden die Wunden und Zugänge nicht nur durch die gewählten Icons auf dem menschlichen Körper an der entsprechenden Stelle dargestellt, sondern auch die Informationen über die Wunden und Zugänge werden in einer Tabelle abgebildet.

Des Weiteren besteht die Möglichkeit die existierenden Dokumentationen zu editieren. Bei den Zugängen wird zudem Dokumentiert von wem eine Änderung vorgenommen wurde.

Diskussion/Schlussfolgerungen: Durch die Symboldarstellung einer Wunde oder eines Zugangs auf dem Körper des visualisierten Standardpatienten wird eine schnelle Lokalisierung der Behandlungsstelle ermöglicht. Es wird ein umfassender Überblick über die Art aller Wunden und Zugänge des Patienten gewährleistet. Der Dokumentationsprozess wird durch die grafische Berichtsform vereinfacht. Es wird weiterhin eine hohe Akzeptanz des Pflegepersonals erwartet.