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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

05.10. - 08.10.2011, München

Aus dem Methodenkoffer der "Narrativen Medizin": Erkennendes Schreiben als Methode zur professionellen Entwicklung

Workshop

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  • corresponding author presenting/speaker Vera Kalitzkus - Universität Witten/Herdecke, Fakultät für Gesundheit, Institut für Allgemeinmedizin und Familienmedizin, Witten, Deutschland
  • author Kathrin Klimke-Jung - Ruhr-Univerrsität Bochum, Zentrum für medizinische Lehre, Bochum, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). München, 05.-08.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11gma279

DOI: 10.3205/11gma279, URN: urn:nbn:de:0183-11gma2796

Published: September 26, 2011

© 2011 Kalitzkus et al.
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Text

Hintergrund: Menschen teilen einander ihr Erleben in Geschichten mit. Erzählungen machen es uns möglich, andere Menschen, ihr Leben und Erleben zu begreifen. "Narrative Medizin" erweitert das naturwissenschaftliche Grundverständnis der Medizin um die Kompetenz, kranke Menschen in ihrem Kranksein zu verstehen und zu begleiten. Durch die Stärkung narrativer Kompetenz schärft sie den Blick sowohl für den Patienten als auch das eigene professionelle Verhalten. Die von Gillie Bolton entwickelte Methode des Reflective Writing, das wir als ´Erkennendes Schreiben` übersetzt haben, kann eine Form des eigenen Wissens offenbaren, die im alltäglichen Bewusstsein nicht oder nur schwer zugänglich ist. Geschichten aus der eigenen alltäglichen Praxis - Episoden, Ereignisse, Begegnungen - werden zum Gegenstand der eigenen verschriftlichten Erzählung. So können im geschriebenen Erlebten Wahrnehmungen, implizite Werte und Theorien, welche die alltäglichen Handlungen beeinflussen, dechiffriert und kritisch untersucht werden. Erkennendes Schreiben wird so zu einem Wekzeug der eigenen professionellen Entwicklung. Es fördert das eigenständige und ethisch verantwortliche Handeln, schärft die Selbstwahrnehmung und hilft uns als Ärzte und Therapeuten Patienten in ihrem Leben mit einer Erkrankung besser zu verstehen und zu begleiten.

Ziel/e:

  • Die unterschiedlichen Methoden der schriftlichen Reflexion nach Gillie Bolton als professionelles Werkzeug kennenlernen und anwenden (Reflektierendes Schreiben über eigenes Erleben / Reflexion in Gruppendiskussion).
  • Austausch über Einsatzmöglichkeiten im beruflichen Alltag und in der Lehre.

Struktur/Methoden:

  • Kurzvortrag
  • Praktische Schreibübung zum Kennenlernen der Methode
  • Diskussion

Zielgruppe:

  • Praktizierende Ärzte Dozentinnen und Dozenten in der medizinischen Ausbildung (Studium / Fortbildung)
  • Supervisoren

Zusätzliche Informationen:

Schwierigkeit: Anfänger und Fortgeschrittene

Maximale Teilnehmerzahl: 12