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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

05.10. - 08.10.2011, München

Schaffung eines größeren Bewusstseins für korrektes hygienisches Verhalten am Krankenbett durch interaktive Bearbeitung eines Lehrfilms

Poster

  • corresponding author presenting/speaker Thomas Brendel - LMU München, Medizinische Klinik - Innenstadt, Klinikum, München, Deutschland
  • Sophie Niedermaier - LMU München, Medizinische Fakultät, München, Deutschland
  • Christian Lottspeich - LMU München, Medizinische Fakultät, München, Deutschland
  • Stephanie Keil - LMU München, Medizinische Fakultät, München, Deutschland
  • Christian Kowalski - LMU München, Klinikum Großhadern, München, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). München, 05.-08.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11gma142

DOI: 10.3205/11gma142, URN: urn:nbn:de:0183-11gma1428

Published: September 26, 2011

© 2011 Brendel et al.
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Text

Fragestellung: Führt die interaktive Bearbeitung eines Lehrfilms über korrektes Hygieneverhalten am Krankenbett bei Studierenden des 2. klinischen Semesters zu einem größeren Bewusstsein für fehlerhafte Verhaltensweisen?

Methoden: Ein Lehrfilm zur Vermittlung von korrektem Hygieneverhalten am Krankenbett wird den Studierenden des 2. klin. Semesters in Vorbereitung auf das Anästhesiologiepraktikum gezeigt. Er zeigt zunächst eine Visitensituation, in der sieben häufige hygienische Verhaltensfehler begangen werden. Die Studierenden dokumentieren aufgefallene fehlerhafte Verhaltensweisen und analysieren die Situation mit dem Dozenten. Danach sehen die Studierenden Teil 2 des Lehrfilms, in dem die Fehler visualisiert, sowie das jeweils korrekte Verhalten demonstriert werden. Unklarheiten werden mit dem Dozenten erörtert.

Zwei Monate später sieht die Gruppe in Vorbereitung auf das Blockpraktikum Innere Medizin eine dem Lehrfilm der Intervention ähnliche Filmsequenz, in der dieselben hygienischen Verhaltensfehler begangen werden. Die Studierenden dokumentieren erneut die fehlerhaften Verhaltensweisen, die ihnen auffallen.

Eine Kontrollgruppe, sieht die beiden Filme in umgekehrter Reihenfolge, führt beide Beobachtungen und Dokumentationen durch, die zweite jedoch ohne vorherige Intervention in Form einer gemeinsamen, interaktiven Erarbeitung durch.

Ergebnisse: Wir untersuchen, ob es bei der Studiengruppe nach Intervention im Rahmen der Analyse des zweiten Films mehr Hygienefehler erkannt werden und ob sich Studiengruppe und Kontrollgruppe bei der zweiten Analyse hinsichtlich der Zahl der korrekt erkannten Hygienefehler unterscheiden. Die Datenerhebung wird im Juni 2011 abgeschlossen.

Schlussfolgerung: Ob unsere Intervention zu einem größeren Bewusstsein hinsichtlich korrektem hygienischen Verhalten am Krankenbett führt, wird sich zeigen. Darüber hinaus soll in einer Folgestudie untersucht werden, ob ein mögliches größeres Bewusstsein auch zu einer konkreten Verhaltensänderung führt.