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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

05.10. - 08.10.2011, München

Das Gesprächsführungspraktikum im 2. Studienjahr des Modellstudiengangs HannibaL: Eine Evaluation mittels Selbsteinschätzungen der Studierenden

Vortrag

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  • corresponding author presenting/speaker Thomas von Lengerke - Medizinische Hochschule Hannover, Medizinische Psychologie, Hannover, Deutschland
  • author presenting/speaker Angelika Kursch - Medizinische Hochschule Hannover, Medizinische Psychologie, Hannover, Deutschland
  • author Karin Lange - Medizinische Hochschule Hannover, Medizinische Psychologie, Hannover, Deutschland
  • author MHH APG-Lehrteam - Medizinische Hochschule Hannover, Hannover, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). München, 05.-08.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11gma053

DOI: 10.3205/11gma053, URN: urn:nbn:de:0183-11gma0536

Published: September 26, 2011

© 2011 von Lengerke et al.
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Fragestellung: Im MHH-Modellstudiengang HannibaL werden Gesprächsführungskompetenzen für Anamneseerhebung und Diagnosemitteilung durch eine OSCE geprüft, die Teil der dem Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung äquivalenten Prüfungen sind. Das vorbereitende Gesprächsführungspraktikum im 2. Studienjahr wurde 2009/10 evaluiert (siehe Abbildung 1 [Abb. 1]).

Methoden: Mittels lernzielspezifischer Fragebogen wurde der Lernbedarf erhoben, Vorher-Nachher-Vergleiche der selbsteingeschätzten Kompetenzen durchgeführt und Lehrmethoden bewertet (5-Punkt-Likertskalen, "5"=hohe Ausprägung). Zu T0 nahmen 267 Studierende teil (Response: 94%), von denen 180 den T1-Fragebogen ausfüllten (67%). Es wurden Varianzanalysen mit Messwiederholung und T-Tests für verbundene Stichproben durchgeführt.

Ergebnisse: Die höchsten Lernbedarfe zeigten sich bei den "to show how"-Items zu Anamneseerhebung und Diagnosemitteilung (M=4,4). Die T1-T0-Vergleiche (Abb. 1) zeigten die größten Verbesserungen bei den anamnesespezifischen Items ("to know how": Mittelwertsdifferenz = +1,7, "to show how": +1,8, p < .0001 wie bei allen Tests) und beim "to know how"-Item zur Diagnosemitteilung (+1,6), gefolgt von der Umsetzung einer Diagnosemitteilung (+1,4), partizipativer Entscheidungsfindung (+1,2), der Einschätzung eigener Stärken/Schwächen (+1,0) und dem sicheren Zugehen auf Patienten (+0,7). Studierende mit T0-Werten von "1" oder "2" auf den Skalen verbesserten sich im Mittel um 2,2 Punkte, solche mit "3" um 1,1, und mit "4" oder "5" um 0,1. Methodisch wurde der Einsatz der Simulationspatienten am hilfreichsten bewertet (M=4,8; 87% mit dem Wert "5").

Schlussfolgerung: Das Gesprächsführungspraktikum ist bzgl. aller zentralen Lernziele mit deutlichen Lernfortschritten assoziiert. Methodisch wird vor allem der Einsatz von Simulationspatienten (pro Praktikumsgruppe mit 10 Studierenden zu 3 von 7 Terminen mit jeweils 2-4 Simulationspatienten) am besten bewertet. Die positive Evaluation spricht für die Potenziale eines weiteren Ausbaus des Curriculums zur Arzt-Patient-Gesprächsführung an der MHH.