gms | German Medical Science

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

05.10. - 08.10.2011, München

Train the Trainer: Ein Ansatz zur Verbesserung der allgemeinmedizinischen Lehre am Universitätsklinikum Heidelberg

Vortrag

  • corresponding author presenting/speaker Peter Engeser - Universitätsklinikum Heidelberg, Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland
  • author Christiane Eicher - Universitätsklinikum Heidelberg, Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland
  • author Katja Hermann - Universitätsklinikum Heidelberg, Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland
  • author Thomas Ledig - Universitätsklinikum Heidelberg, Abteilung Allgemeinmeidzin und Versorgungsforschung, Heidelberg, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). München, 05.-08.10.2011. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2011. Doc11gma039

DOI: 10.3205/11gma039, URN: urn:nbn:de:0183-11gma0390

Published: September 26, 2011

© 2011 Engeser et al.
This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution License (http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/deed.en). You are free: to Share – to copy, distribute and transmit the work, provided the original author and source are credited.


Outline

Text

Fragestellung: Das Blockpraktikum Allgemeinmedizin ist seit 2002 Pflichtbestandteil des Studiums. Ein Tertial des Praktischen Jahrs kann als Wahlfach in einer hausärztlichen Praxis abgeleistet werden. Am Universitätsklinikum Heidelberg beginnt die allgemeinmedizinische Lehre im 1. vorklinischen Semester im Rahmen der Berufsfelderkundung. Neben Seminaren und Tutorien mit praktischen Übungen vermittelt eine viertägige Hospitation in akkreditierten Lehrpraxen den Studierenden einen frühen klinischen Bezug. Wichtig hierbei ist, dass die in 212 Lehrpraxen durchgeführte Ausbildung eine gute, dem zunehmenden Wissensstand der Medizinstudenten angemessene und vergleichbare Lehrqualität besitzen muss.

Methoden: Seit 1996 werden beteiligte Hausarztpraxen als Lehrpraxen des Universitätsklinikums Heidelberg akkreditiert. In Qualitätszirkeln (Teilnahme verpflichtend) werden die Praxen regelmäßig geschult. Zur Verbesserung der didaktischen Kompetenz wurde im Jahr 2010 ein sechsstündiges Trainingsprogramm für akademische Lehrpraxen eingeführt. Die Teilnahme an diesem Programm ist für alle Praxen Pflicht und Voraussetzung für eine Reakkreditierung ab dem Jahr 2012. Neben den Inhalten der allgemeinmedizinischen Lehre werden verschiedene Prüfungsformate und die Grundlagen für die Vermittlung von Feedback mit Übungen an standardisierten Patienten trainiert. Die Veranstaltungen werden evaluiert.

Ergebnisse: Bisher wurden in 5 Veranstaltungen 89 Kollegen geschult (42,4% der Lehrärzte). Die Teilnehmer zeigten großes Engagement. Die Akzeptanz war hoch. Die Veranstaltung wird mit der Gesamtnote 1,5 beurteilt.

Schlussfolgerung: Qualitätssicherung der dezentral in Praxen durchgeführte Lehre ist eine Herausforderung für unser Fach. Die gute Anbindung an die Abteilung und regelmäßige Schulungen sind eine wichtige Voraussetzung hierfür. Die Lehrärztinnen und -ärzte beteiligen sich an den Train-the-Trainer-Veranstaltungen mit großem Einsatz und beurteilen die Schulung als förderlich für ihre Lehrkompetenz.