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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

23.09. - 25.09.2010, Bochum

Mentorenkonzept im Skillslab AIXTRA - Eine standardisierte Vorbereitung studentischer Hilfskräfte -

Poster

  • corresponding author presenting/speaker Henning Biermann - RWTH Aachen, AIXTRA Skillslab, Aachen, Deutschland
  • Stefan C. Beckers - Universitätsklinikum Aachen, Klinik für Anästhesiologie, Aachen, Deutschland; RWTH Aachen, AIXTRA Skillslab, Aachen, Deutschland
  • Susanne Druener - RWTH Aachen, AIXTRA Skillslab, Aachen, Deutschland
  • Sasa Sopka - Universitätsklinikum Aachen, Klinik für Anästhesiologie, Aachen, Deutschland; RWTH Aachen, AIXTRA Skillslab, Aachen, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Bochum, 23.-25.09.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10gma235

DOI: 10.3205/10gma235, URN: urn:nbn:de:0183-10gma2358

Published: August 5, 2010

© 2010 Biermann et al.
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Fragestellung: In Skillslabs, die studentische Tutoren in der Lehre einsetzen, müssen regelmäßig neue Tutoren ausgebildet werden. Insbesondere in Skillslabs mit umfangreichem Kursangebot und vielen Tutoren ist die Einarbeitung neuer Tutoren arbeits- und zeitintensiv. Trotz neuer Tutoren soll in der Regel aber eine einheitliche Kursstruktur und ein hoher Qualitätsstandard beibehalten werden. Um die Einarbeitung neuer "Hiwis" zu optimieren haben wir ein Konzept entwickelt, dass eine dauerhafte gleich hohe Qualität möglichst effizient sicherstellen soll.

Methodik: Neue Tutoren werden gezielt für bestimmte Kurskonzepte eingestellt, so dass Vorerfahrung und persönliche Präferenzen optimal genutzt werden können. Dabei betreuen neue Tutoren zu Beginn nicht mehr als zwei Kurskonzepte. Die Kurskonzepte werden jeweils von einem studentischen Mentor koordiniert, der im Thema erfahren und gut ausgebildet ist. Tutoren haben so einen Ansprechpartner, der sie betreut und ausbildet. Neue Tutoren hospitieren mindestens einmal im Kurs und nehmen an zwei didaktischen Schulungen teil. In dieser Zeit können sie sich mit den Inhalten und der neuen Umgebung vertraut machen. Anschließend geben sie zwei Kurse unter Aufsicht des Mentors, der mit Antworten einspringen und Aussagen richtig stellen kann. Am Ende der beiden Kurse erhalten die Tutoren jeweils ein konstruktives Feedback anhand eines standardisierten Bogens. Frühestens nach zwei Kursen und erst, wenn der Tutor ausreichend vorbereitet ist, schaut sich einer der ärztlichen Leiter einen weiteren Kurs des Tutors an. Erneut erfolgt eine Rückmeldung mittels eines standardisierten Feedbackbogens und bei ausreichend guter Leistung eine Freigabe Kurse ohne Aufsicht zu geben.

Ergebnisse: Zur Dokumentation der Fortschritte einzelner Tutoren haben wir ein Logbuch etabliert, das die Tutoren auf Ihrem gesamten Weg im Skillslab begleitet. Das Mentorenkonzept führt bei unseren studentischen Tutoren gefühlt zu einer höheren Zufriedenheit. Das vor Einführung des Konzeptes gelegentlich berichtete Gefühl der überforderung neuer Tutoren hat spürbar nachgelassen. Lehraussagen sind einheitlicher geworden. Da sich die Tutoren zusammen mit Ihrem Mentor auf eine bestimmte Ordnung in Räumen und Material geeinigt haben, stiegen die Compliance der einzelnen Tutoren und die Zufriedenheit, da frustranes, wiederholtes Ordnen des Materials entfällt.

Schlussfolgerungen: Die Einführung des Mentorenkonzeptes hat sich aus unserer Sicht in jeder Hinsicht gelohnt. Ein anfänglicher Mehraufwand an Ausbildungsarbeit für Tutoren zahlt sich nun durch größere Eigenständigkeit der Tutoren aus.