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Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

23.09. - 25.09.2010, Bochum

Medizinstudenten als Schauspielpatienten - Bericht über ein Wahlfach für Medizinstudenten im klinischen Abschnitt

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  • corresponding author presenting/speaker Swetlana Philipp - Uniklinikum Jena, Institut für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie, Jena, Deutschland
  • author Bernhard Strauss - Uniklinikum Jena, Institut für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie, Jena, Deutschland

Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA). Bochum, 23.-25.09.2010. Düsseldorf: German Medical Science GMS Publishing House; 2010. Doc10gma228

DOI: 10.3205/10gma228, URN: urn:nbn:de:0183-10gma2287

Published: August 5, 2010

© 2010 Philipp et al.
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Mit der Einführung der neuen AO wurde an der Friedrich-Schiller-Universität Jena auch ein neues Konzept für das Fach Medizinische Psychologie entwickelt. Das beinhaltet die Vermittlung kommunikativer Kompetenzen am Beispiel medizinpsychologischer Themen. Ein wesentliches didaktisches Element ist dabei die Arbeit mit den Schauspielpatienten. Im Sommersemester 2010 wurde erstmalig ein Wahlfach angeboten, in dem Medizinstudenten des klinischen Abschnitts zu Schauspielpatienten ausgebildet wurden und im Fach Medizinische Psychologie als Patienten „auftraten. Die medizinpsychologischen Themen des Kurses waren:

1.
Das Überbringen schwerwiegender Diagnosen,
2.
Stress und Entspannung - was tun bei Prüfungsangst?
3.
Ärztliches Gespräch zur Motivation für Psychotherapie und
4.
Erheben einer ausführlichen Sexualanamnese.

Fragestellung: In dem Vortrag wird das Konzept dieses Wahlfachs vorgestellt und über die Erfahrungen / Evaluation berichtet. Wie geht es den Medizinstudenten als Schauspielpatienten? Was lernen Medizinstudenten durch die Übernahme der Patientenrolle? Wie reflektieren die Studenten diese Erfahrungen für ihre zukünftige Rolle als Arzt?

Methodik und Ergebnisse: Die Studenten wurden angeregt, ein Lerntagebuch (portfolio) zu führen, welches qualitativ ausgewertet wurde.

Schlussfolgerungen: Was Medizinstudenten mit der Übernahme der Schauspielpatientenrolle lernen, lässt sich durch kein anderes medizindidaktisches oder kommunikatives Training ersetzen. Mehrfach mit einer standardisierten Rolle in eine simulierte Arzt-Patient-Interaktion zu treten und zu erfahren, wie unterschiedlich die Entwicklung des Gespräches und das eigene Befinden sein können - in Abhängigkeit vom Verhalten des Arztes und der Interaktion - beurteilten alle Teilnehmer als sehr beeindruckend.